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Sonntag, 13. September 2026 · 19:40 Uhr

Unregelmäßige Essenszeiten zwischen Woche und Wochenende erhöhen Herzrisiko bei Männern

Ein sogenannter Essens-Jetlag ist laut einer großen Kohortenstudie bei Männern mit einem erhöhten Herz-Kreislauf-Risiko verbunden.

Forscher der Université Sorbonne Paris Nord haben Daten von mehr als 104.000 Erwachsenen aus der französischen NutriNet-Santé-Kohorte ausgewertet1. Dabei untersuchten sie, ob Verschiebungen der Essenszeiten zwischen Werktagen und Wochenende mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusammenhängen1. Diesen Unterschied bezeichnen die Forschenden als Essens-Jetlag1.

Im Median wurden die Teilnehmenden über 8,1 Jahre beobachtet, in denen 2.368 neue Herz-Kreislauf-Erkrankungen auftraten1. Bei Männern war jede zusätzliche Stunde Essens-Jetlag mit einer um 14 Prozent höheren relativen Ereignisrate verbunden1. Bei Frauen zeigte sich dieser Zusammenhang nicht in gleicher Weise, was die Autoren als geschlechtsspezifischen Befund werten1.

Wichtig ist die Einschränkung, dass es sich um eine Beobachtungsstudie handelt, aus der kein ursächlicher Zusammenhang abgeleitet werden kann1. Die Modelle berücksichtigten zwar zahlreiche Störfaktoren wie Alter, Rauchen, Ernährungsqualität und Schlaf, doch eine experimentelle Kausalaussage ist damit nicht möglich1. Hintergrund der Überlegung ist, dass Verschiebungen der Mahlzeiten die zirkadianen Rhythmen des Körpers beeinflussen können, was wiederum Stoffwechselprozesse stört1.

Quellen

  1. „Essens-Jetlag“: Unregelmäßige Essenszeiten erhöhen bei Männern das Herzrisiko scinexx | Das Wissensmagazin · 19:40 Uhr

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