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Sonntag, 13. September 2026 · 15:46 Uhr

Vulkangestein aus Chile liefert Hinweise auf langsames Andenwachstum

Ein uralter Ignimbrit in Nordchile gibt Forschern erstmals eine Obergrenze für die Hebungsrate der zentralen Anden vor 22 Millionen Jahren.

Eine rund 21,9 Millionen Jahre alte Vulkandecke im Norden Chiles ermöglicht Rückschlüsse auf die damalige Landschaftsform der Anden1. Der sogenannte Cardones-Ignimbrit, entstanden beim Ausbruch der Lauca-Caldera, bedeckt ein Gebiet von etwa dem Sechsfachen der Fläche Santiagos und erreicht stellenweise eine Mächtigkeit von einem Kilometer1.

Ein Team um Dr. Byron Adams vom University College London simulierte Hunderte möglicher Paläolandschaften und prüfte, welche Geländeformen unter die bekannte Geometrie der Vulkandecke passen konnten1. Nur relativ flache, reliefarme Landschaften erwiesen sich als vereinbar mit der schwach geneigten Oberfläche des Ignimbrits1.

Aus der Modellierung ergibt sich eine Hebungsrate von weniger als 0,26 Kilometern pro Million Jahre – also unter 0,26 Millimeter pro Jahr1. Dieser Wert ist keine direkt gemessene Geschwindigkeit, sondern eine Obergrenze, die eine langsame und schrittweise Heraushebung der Anden stützt1. Damit liefert die Studie neue Argumente in einem seit Jahren andauernden Streit zwischen Modellen über ein rasches oder ein graduelles Andenwachstum1.

Quellen

  1. Dicke Vulkanschicht enthüllt verborgenes „Pompeji“ der Anden scinexx | Das Wissensmagazin · 15:46 Uhr

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