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Wissenschaft

Montag, 14. September 2026 · 16:47 Uhr

Biologisches Altern und Hirnstruktur: Neue Erkenntnisse zu Gesundheitsrisiken

Beschleunigtes biologisches Altern erhöht Krebsrisiko bei Jüngeren, während kurze Hirnverbindungen kognitive Fähigkeiten schützen können.

Krebs­er­kran­kun­gen tre­ten bei Er­wach­se­nen unter 55 Jah­ren zu­neh­mend häu­fi­ger auf, und eine neue Stu­die lie­fert einen mög­li­chen Er­klä­rungs­an­satz1. For­schen­de stell­ten fest, dass Men­schen jün­ge­rer Ge­burts­jahr­gän­ge bio­lo­gisch älter er­schei­nen als Men­schen frü­he­rer Ge­ne­ra­ti­o­nen im glei­chen Le­bens­al­ter1. Die­ses be­schleu­nig­te bio­lo­gi­sche Al­tern war mit einem er­höh­ten Ri­si­ko für be­stimm­te Krebs­ar­ten ver­bun­den, dar­un­ter Lun­gen-, Magen-Darm-, Ge­bär­mut­ter- und Darm­krebs1.

Un­ab­hän­gig davon haben Wis­sen­schaft­ler eine schüt­zen­de Rolle kurz­reich­wei­ti­ger Ge­hirn­ver­bin­dun­gen bei der ko­gni­ti­ven Ge­sund­heit ent­deckt2. Selbst wenn die graue Sub­stanz des Ge­hirns mit dem Alter ab­nimmt, kön­nen ge­sün­de­re Ver­bin­dun­gen di­rekt un­ter­halb der Hir­no­ber­flä­che Sprach­fä­hig­kei­ten und an­de­re ko­gni­ti­ve Leis­tun­gen er­hal­ten2. Diese kur­z­en Ner­ven­fa­ser­ver­bin­dun­gen schei­nen den ne­ga­ti­ven Ein­fluss des Schwunds grau­er Sub­stanz auf die Ko­gni­ti­on ab­zu­mil­dern2.

Beide Be­fun­de ver­deut­li­chen, dass chro­no­lo­gi­sches Alter und bio­lo­gi­sche Pro­zes­se er­heb­lich aus­ein­an­der­fal­len kön­nen12. Wäh­rend das eine For­schungs­feld un­ter­sucht, warum Kör­per man­cher Men­schen schnel­ler al­tern und wel­che Krank­heits­ri­si­ken damit ein­her­ge­hen, zeigt das an­de­re, wie das Ge­hirn struk­tu­rel­le Ver­lus­te durch al­ter­na­ti­ve Ver­schal­tun­gen kom­pen­sie­ren kann12.