Montag, 14. September 2026 · 22:56 Uhr
China weist KI-Warnungen der US-Techbosse als Panikmache zurück
Peking kontert Forderungen nach einer KI-Verlangsamung scharf, während Chinas Sicherheitschef intern vor KI-Risiken warnt.
China hat die Forderungen führender US-amerikanischer KI-Manager nach einem langsameren Entwicklungstempo als Panikmache und Konfrontationsstrategie zurückgewiesen45. Das chinesische Außenministerium sprach von böswilligem Wettbewerb und rief alle Staaten zur gemeinsamen, offenen und inklusiven KI-Regulierung auf13. Die staatliche Zeitung Global Times warf Anthropic-Chef Dario Amodei vor, einen stillen KI-Kalten Krieg zu betreiben4.
Amodeis Essay hatte neben einer globalen Verlangsamung auch gefordert, Washington solle Chinas KI-Fortschritt aktiv behindern, um den technologischen Vorsprung der USA zu sichern2. China sieht darin einen Versuch, unter dem Deckmantel von Sicherheitsbedenken den eigenen Wettbewerber auszubremsen45. Gleichzeitig zeigt sich ein bemerkenswerter Widerspruch: Chinas oberster Geheimdienstchef warnte intern, dass KI eine Bedrohung für die Herrschaft der Kommunistischen Partei darstellen könnte2.
Während Peking nach außen Gelassenheit demonstriert und gemeinsame Regulierung fordert, treibt Chinas Sicherheitsministerium intern den schnelleren Ausbau eigener KI-Infrastruktur voran4. Damit stehen China und die USA in ihrer ablehnenden Haltung gegenüber einer Verlangsamung faktisch auf derselben Seite – wenn auch aus gegensätzlichen Motiven45.