Dienstag, 15. September 2026 · 00:22 Uhr
Beste KI-Coding-Agenten scheitern noch immer bei realen Aufgaben
Ein neuer Benchmark mit echten privaten Codebases zeigt, dass selbst führende KI-Coding-Agenten mehr als 60 Prozent der Aufgaben nicht lösen.
Das von Y-Combinator-gefördertem Specific Labs entwickelte Benchmark-System Real-SWE testet KI-Coding-Agenten unter realistischen Bedingungen: statt öffentlicher Repositories kommen private Codebasen echter Unternehmen zum Einsatz1. Den ersten Platz belegt Fable 5.1 von Anthropic, das via Claude Code betrieben wird, mit einer Erfolgsquote von lediglich 38,8 Prozent1.
Die weiteren Platzierungen zeigen einen steilen Abfall der Leistung: GPT-6 Astra mit Codex CLI erreichte 33,8 Prozent, Gemini 3.8 Flash mit Gemini CLI 31,2 Prozent, während Kimi K3 nur 18,8 Prozent und GPT-5.6 Sol sogar nur 16,2 Prozent erzielten1. Jedes Modell erhielt acht Versuche pro Aufgabe, und die Scores spiegeln immer die Kombination aus Modell und zugehörigem Coding-Tool wider1.
Besonders schwierig erwiesen sich individuelle Aufgaben, bei denen sechs von zehn Benchmarks eine Erfolgsquote unter 15 Prozent aufwiesen1. Real-SWE-Lösungen erfordern im Median Änderungen an elf Dateien gleichzeitig, was fast doppelt so viel ist wie bei vergleichbaren Benchmarks1. Die Verwendung privater Code-Bestände soll Datenlecks aus Trainingsdaten reduzieren, eine vollständige Garantie kann Specific Labs jedoch nicht geben1.