Stand: Do 17.09. · 06:31
Technik

Mittwoch, 16. September 2026 · 18:33 Uhr

BGH stärkt Rechte von Verbrauchern gegen unerlaubte Datenweitergabe

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Verbraucher unerlaubte Datenübermittlungen im Internet auch ohne expliziten DSGVO-Unterlassungsanspruch stoppen können.

Der Bun­des­ge­richts­hof hat in einem Grund­satz­ur­teil die Rech­te von Ver­brau­chern bei der Wei­ter­ga­be per­sön­li­cher Daten im In­ter­net ge­stärkt1. Dem­nach kön­nen Be­trof­fe­ne un­er­laub­te Da­ten­über­mitt­lun­gen auch dann recht­lich un­ter­bin­den, wenn die DSGVO selbst kei­nen un­mit­tel­ba­ren Un­ter­las­sungs­an­spruch vor­sieht1.

Das Ge­richt stütz­te sich dabei auf er­gän­zen­de Re­ge­lun­gen des deut­schen Rechts, die neben der eu­ro­pä­i­schen Da­ten­schutz-Grund­ver­ord­nung grei­fen1. Damit schließt der BGH eine Lücke, die bis­lang für Rechts­un­si­cher­heit bei Ver­braucher­kla­gen gegen Da­ten­wei­ter­ga­ben ge­sorgt hatte1.

Das Ur­teil dürf­te weit­rei­chen­de Fol­gen für Un­ter­neh­men haben, die per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten ohne aus­drü­ck­li­che Zu­stim­mung an Drit­te wei­ter­ge­ben. Ver­brau­cher­schüt­zer wer­ten die Ent­schei­dung als wich­ti­gen Prä­ze­denz­fall für künf­ti­ge Ver­fah­ren1.