Stand: Do 17.09. · 06:31
Technik

Mittwoch, 16. September 2026 · 18:45 Uhr

EU-Kommission plant gestuftes Mindestalter für soziale Medien

Ursula von der Leyen kündigt einen „Kids Act“ an, der ein EU-weites Mindestalter für Social Media einführen soll und auf geteilte Reaktionen stößt.

EU-Kom­mis­si­ons­prä­si­den­tin Ur­su­la von der Leyen hat Pläne für ein ge­stuf­tes Min­dest­al­ter im Um­gang mit so­zi­a­len Me­di­en vor­ge­stellt, das im Rah­men eines so­ge­nann­ten Kids Act ge­re­gelt wer­den soll23. Neben dem Ju­gend­schutz nann­te sie auch Vor­ha­ben zu KI-An­wen­dun­gen und zur Ver­sor­gung mit kri­ti­schen Roh­stof­fen als wei­te­re Schwer­punk­te ihrer Agen­da23.

Der Vor­stoß löst un­ter­schied­li­che Re­ak­ti­o­nen aus: Wäh­rend man­che Stim­men aus Po­li­tik und Ver­brau­cher­schutz die In­itia­ti­ve als not­wen­di­gen Schritt zum Schutz jun­ger Nut­zer be­grü­ßen, äu­ßern Wirt­schafts­ver­tre­ter Be­den­ken hin­sicht­lich der prak­ti­schen Um­setz­bar­keit1. Kri­ti­ker be­män­geln zudem of­fe­ne Fra­gen zur Kon­trol­le des Al­ters und zur Durch­set­zung der Re­geln auf eu­ro­pä­i­scher Ebene1.

De­tails zur kon­kre­ten Aus­ge­stal­tung des Kids Act, etwa zu Al­ter­s­s­tu­fen oder Kon­troll­me­cha­nis­men, sind bis­lang nicht be­kannt. Es bleibt ab­zu­war­ten, wie die EU-Mit­glied­s­taa­ten und die be­trof­fe­nen Platt­form­be­trei­ber auf den Plan re­a­gie­ren wer­den.