Stand: Do 17.09. · 06:31
Technik

Mittwoch, 16. September 2026 · 22:40 Uhr

Studie warnt vor massivem Elektroschrott durch KI-Rechenzentren

Eine neue Analyse zeigt, dass der Elektroschrott durch KI-Infrastruktur bis 2050 weit größer ausfallen könnte als bisher angenommen.

Eine neue Stu­die der Or­ga­ni­sa­ti­on Basel Ac­tion Net­work (BAN) warnt, dass der durch den KI-Boom ver­ur­sach­te Elek­tro­schrott bis­lang deut­lich un­ter­schätzt wurde1. Bis 2050 könn­te dem­nach so viel Müll ent­ste­hen, dass er rech­ne­risch 23 Mil­li­o­nen Schiffs­con­tai­ner fül­len würde – genug, um die Erde sechs­mal zu um­run­den, wenn man die Con­tai­ner an­ein­an­der­rei­hen würde1.

Die hö­he­re Schät­zung im Ver­gleich zu frü­he­ren Un­ter­su­chun­gen er­gibt sich dar­aus, dass die Au­to­ren nicht nur Ser­ver, son­dern die ge­sam­te In­fra­s­truk­tur der Re­chen­zen­tren ein­be­zie­hen, etwa Kühl­sys­te­me und Netz­werk­tech­nik1. Damit ent­steht laut BAN ein re­a­lis­ti­sche­res Bild davon, wel­che Müll­men­gen KI-Sys­te­me tat­säch­lich hin­ter­las­sen1.

Die Stu­die stellt damit den oft als im­ma­te­ri­ell wahr­ge­nom­me­nen Cha­rak­ter von KI-An­wen­dun­gen in­fra­ge. Jedes trai­nier­te Mo­dell hin­ter­las­se phy­si­sche Spu­ren in Form von Hard­ware, die ir­gend­wann ent­sorgt wer­den muss1.