Mittwoch, 16. September 2026 · 22:40 Uhr
Studie warnt vor massivem Elektroschrott durch KI-Rechenzentren
Eine neue Analyse zeigt, dass der Elektroschrott durch KI-Infrastruktur bis 2050 weit größer ausfallen könnte als bisher angenommen.
Eine neue Studie der Organisation Basel Action Network (BAN) warnt, dass der durch den KI-Boom verursachte Elektroschrott bislang deutlich unterschätzt wurde1. Bis 2050 könnte demnach so viel Müll entstehen, dass er rechnerisch 23 Millionen Schiffscontainer füllen würde – genug, um die Erde sechsmal zu umrunden, wenn man die Container aneinanderreihen würde1.
Die höhere Schätzung im Vergleich zu früheren Untersuchungen ergibt sich daraus, dass die Autoren nicht nur Server, sondern die gesamte Infrastruktur der Rechenzentren einbeziehen, etwa Kühlsysteme und Netzwerktechnik1. Damit entsteht laut BAN ein realistischeres Bild davon, welche Müllmengen KI-Systeme tatsächlich hinterlassen1.
Die Studie stellt damit den oft als immateriell wahrgenommenen Charakter von KI-Anwendungen infrage. Jedes trainierte Modell hinterlasse physische Spuren in Form von Hardware, die irgendwann entsorgt werden muss1.