Donnerstag, 17. September 2026 · 20:58 Uhr
Anthropic automatisiert Softwareentwicklung mit KI-Koordinator
Anthropic überarbeitet die Projekte-Funktion von Claude Code, sodass ein Koordinator mehrere KI-Agenten parallel steuern kann, was allerdings mehr Rechenkapazität verbraucht[1][2][3].
Anthropic hat die Projekte-Funktion in Claude Code grundlegend neu gestaltet: Ein sogenannter Koordinator zerlegt eine übergeordnete Entwicklungsaufgabe in kleinere Teilaufgaben und verteilt diese auf mehrere parallel laufende Cloud-Sitzungen123. Jede dieser Sitzungen arbeitet dabei auf einem eigenen Branch und einer eigenen Kopie des Repositorys, während ein gemeinsames Gedächtnis alle Threads synchron hält12.
Kommt es dazu, dass mehrere Threads am selben Code arbeiten, werden Überschneidungen wie bei einem gewöhnlichen Pull-Request als Merge-Konflikt behandelt1. Entwickler können den Fortschritt über den zentralen Projekt-Chat verfolgen oder bei Bedarf einzelne Threads öffnen und eingreifen3. Laut Anthropic übernimmt Claude dabei die komplette Bandbreite von der Aufgabenverteilung über die Koordination bis zur Zusammenführung der Ergebnisse3.
Die neue Funktion steht zunächst in einer Beta-Version ausgewählten Pro- und Max-Abonnenten zur Verfügung und soll in den kommenden Wochen für weitere Nutzer freigeschaltet werden23. Kritisch wird angemerkt, dass der parallele Einsatz mehrerer Sitzungen das monatliche Nutzungskontingent deutlich schneller aufbraucht, da jeder Thread als vollständige Sitzung zählt3. Diese Problematik erhält zusätzliches Gewicht durch eine laufende Sammelklage von Max-Kunden, die Anthropic vorwerfen, zugesagte Nutzungserhöhungen nicht transparent kommuniziert zu haben3.