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Sport

Donnerstag, 17. September 2026 · 19:33 Uhr

Klopp fordert Rückeroberung des Nationalstolzes von Rechtsextremen

Bundestrainer Jürgen Klopp positioniert sich politisch und will Nationalstolz nicht rechtsextremen Kräften überlassen.

Bei der Vor­stel­lung sei­nes ers­ten DFB-Ka­ders hat Jür­gen Klopp deut­li­che po­li­ti­sche Töne an­ge­schla­gen. Er er­klär­te, er wolle Na­ti­o­nal­stolz und die Flag­ge nicht den falschen Leu­ten über­las­sen, und bezog sich dabei ex­pli­zit auf einen jün­ge­ren Wah­ler­folg der AfD in Sach­sen-An­halt2345. Diese Aus­sa­ge fiel im Rah­men einer Pres­se­kon­fe­renz in Frank­furt, bei der ei­gent­lich der Kader im Mit­tel­punkt ste­hen soll­te5.

Be­ob­ach­ter wer­ten den Auf­tritt als weit mehr als eine fuß­bal­le­ri­sche Rand­be­mer­kung. Es wird be­schrie­ben, wie Klopp ver­sucht, ein neues Ver­ständ­nis von Pa­tri­o­tis­mus zu eta­blie­ren, das sich klar von rech­tem Ge­dan­ken­gut ab­grenzt1. Man­che Kom­men­ta­to­ren sehen darin sogar den Ver­such, eine po­li­tisch müde ge­wor­de­ne ge­sell­schaft­li­che Mitte neu zu mo­bi­li­sie­ren1.

In­ter­na­ti­o­nal wurde die Aus­sa­ge eben­falls auf­ge­grif­fen: Bri­ti­sche Me­di­en be­ton­ten, dass Klopp mit sei­ner Mann­schaft dazu bei­tra­gen wolle, dass Na­ti­o­nal­stolz nicht in die falschen Hände ge­ra­te2. Die ver­schie­de­nen Quel­len sind sich in der Ker­n­aus­sa­ge weit­ge­hend einig, un­ter­schei­den sich aber in der Ein­ord­nung – von nüch­ter­ner Be­richt­er­stat­tung bis zu einer stark po­li­tisch auf­ge­la­de­nen Deu­tung1345.