Donnerstag, 17. September 2026 · 15:48 Uhr
Simulationen erklären rätselhafte rote Punkte des Webb-Teleskops
Supercomputer-Simulationen deuten darauf hin, dass die von JWST entdeckten „Little Red Dots“ extrem schnell wachsende Schwarze Löcher im frühen Universum sind.
Neue Simulationen liefern eine mögliche Erklärung für die sogenannten „Little Red Dots“, mysteriöse Objekte, die das James-Webb-Weltraumteleskop im frühen Universum entdeckt hat12. Demnach könnte es sich um extrem schnell wachsende Schwarze Löcher handeln, die deutlich schneller Masse aufnehmen als heutige Schwarze Löcher1.
Die Forschenden vermuten, dass intensive Strahlung im frühen Universum zur Bildung ungewöhnlich massereicher Schwarzer-Loch-Keime beitrug, während dichtes umgebendes Gas ein extrem schnelles Wachstum ermöglichte1. Die simulierten Objekte ähneln den von Webb beobachteten roten Punkten stark1.
Laut heise online liefert das Modell gleich zwei Antworten zugleich: eine Erklärung für die auffällige rote Farbe der Objekte sowie für die überraschend hohe Masse früher Schwarzer Löcher2. Damit könnte ein zentrales Rätsel der Kosmologie gelöst sein, wie derart massereiche Schwarze Löcher so kurz nach dem Urknall entstehen konnten1.