Donnerstag, 17. September 2026 · 16:59 Uhr
Weiterer Malaria-Todesfall bei Frankfurt löst Behördenwarnung aus
Nach zwei toten Flughafenmitarbeitern ist in Frankfurt-Schwanheim nun auch ein Anwohner an Malaria gestorben, das Gesundheitsamt rät zu Mückenschutz.
In Frankfurt am Main ist ein weiterer Mensch an Malaria gestorben. Diesmal handelt es sich um einen Anwohner des Stadtteils Schwanheim, der in der Nähe des Flughafens lebt12. Im Sommer waren bereits zwei Mitarbeiter des Flughafens an der Infektionskrankheit gestorben, kurz darauf erkrankten weitere Personen aus der Umgebung23.
Das Frankfurter Gesundheitsamt hat sich inzwischen öffentlich an die Bevölkerung gewandt und empfiehlt Mückenschutzmaßnahmen wie Repellentien und Moskitonetze3. Hintergrund ist die Vermutung, dass sich in der Region um den Flughafen infizierte Mücken angesiedelt haben könnten, die den Malaria-Erreger übertragen1. Solche lokal übertragenen Fälle sind in Deutschland äußerst selten, da Malaria normalerweise aus Reisegebieten eingeschleppt wird.
Wie gefährlich der Ausbruch tatsächlich ist, wird derzeit noch bewertet. Fachleute weisen darauf hin, dass die Häufung von Fällen in einem eng begrenzten Gebiet auf eine lokale Übertragungskette hindeuten könnte, deren Ausmaß aber noch nicht vollständig geklärt ist1.