Stand: Fr 18.09. · 06:31
Wissenschaft

Donnerstag, 17. September 2026 · 16:59 Uhr

Weiterer Malaria-Todesfall bei Frankfurt löst Behördenwarnung aus

Nach zwei toten Flughafenmitarbeitern ist in Frankfurt-Schwanheim nun auch ein Anwohner an Malaria gestorben, das Gesundheitsamt rät zu Mückenschutz.

In Frank­furt am Main ist ein wei­te­rer Mensch an Ma­la­ria ge­stor­ben. Dies­mal han­delt es sich um einen An­woh­ner des Stadt­teils Schwan­heim, der in der Nähe des Flug­ha­fens lebt12. Im Som­mer waren be­reits zwei Mit­a­r­bei­ter des Flug­ha­fens an der In­fek­ti­ons­krank­heit ge­stor­ben, kurz dar­auf er­krank­ten wei­te­re Per­so­nen aus der Um­ge­bung23.

Das Frank­fur­ter Ge­sund­heits­amt hat sich in­zwi­schen öf­fent­lich an die Be­völ­ke­rung ge­wandt und emp­fiehlt Mü­cken­schutz­maß­nah­men wie Re­pel­len­ti­en und Mos­ki­to­net­ze3. Hin­ter­grund ist die Ver­mu­tung, dass sich in der Re­gi­on um den Flug­ha­fen in­fi­zier­te Mü­cken an­ge­sie­delt haben könn­ten, die den Ma­la­ria-Er­re­ger über­tra­gen1. Sol­che lokal über­tra­ge­nen Fälle sind in Deut­sch­land äu­ßerst sel­ten, da Ma­la­ria nor­ma­le­r­wei­se aus Rei­se­ge­bie­ten ein­ge­schleppt wird.

Wie ge­fähr­lich der Aus­bruch tat­säch­lich ist, wird der­zeit noch be­wer­tet. Fach­leu­te wei­sen dar­auf hin, dass die Häu­fung von Fäl­len in einem eng be­grenz­ten Ge­biet auf eine lo­ka­le Über­tra­gungs­ket­te hin­deu­ten könn­te, deren Aus­maß aber noch nicht voll­stän­dig ge­klärt ist1.