Freitag, 18. September 2026 · 06:04 Uhr
Bank of Japan erhöht Leitzins auf höchsten Stand seit 31 Jahren
Die japanische Notenbank hat trotz gemischter Inflationsdaten den Leitzins auf ein 31-Jahres-Hoch angehoben, während Asiens Börsen zulegen.
Die Bank of Japan hat ihren Leitzins angehoben und damit den höchsten Stand seit 31 Jahren erreicht23. Die Entscheidung im Gremium fiel mit 7 zu 2 Stimmen aus, wobei die Mitglieder Toichiro Asada und Ayano Sato dagegen stimmten3. Die Notenbank begründet den Schritt mit dem Risiko, dass die Inflation ihr Zielniveau übersteigen könnte12.
Bemerkenswert ist, dass die Kerninflation in Japan zuletzt acht Monate in Folge unter dem Zielwert der Notenbank lag4. Dennoch hielten die Währungshüter eine Zinserhöhung für nötig, was auf eine vorausschauende Reaktion auf das internationale Umfeld hindeutet2. Insbesondere der anhaltende Krieg im Nahen Osten schürt weltweit Inflationsängste und dürfte die Entscheidung beeinflusst haben1.
Trotz der geldpolitischen Straffung reagierten die asiatischen Börsen positiv: Nikkei, Topix und der chinesische CSI 300 schlossen im Plus1. Offenbar werteten Anleger die Zinserhöhung als Zeichen für eine stabile wirtschaftliche Lage statt als Belastung.