Stand: Fr 18.09. · 06:31
Automotive

Freitag, 18. September 2026 · 04:06 Uhr

Tesla einigt sich außergerichtlich in tödlichem Autopilot-Fall

Tesla hat eine Klage wegen eines tödlichen Unfalls mit aktiviertem Autopilot außergerichtlich beigelegt, um ein Gerichtsverfahren zu vermeiden.

Tesla hat sich in einem Rechtss­treit um den Tod eines Au­to­pi­lot-Nut­zers au­ßer­ge­richt­lich ge­ei­nigt, De­tails zur Ei­ni­gung blei­ben ver­trau­lich1. Ge­ne­sis Gio­van­ni Men­do­za Mar­ti­nez war 2023 mit ak­ti­vier­tem Au­to­pi­lot in sei­nem Model S auf einen Feu­er­wehr­wa­gen ge­prallt und dabei ums Leben ge­kom­men, sein Bru­der wurde schwer ver­letzt1. Die Klage warf Tesla und Fir­men­chef Elon Musk vor, die Fä­hig­kei­ten des Fahras­sis­tenz­sys­tems falsch dar­ge­stellt zu haben1.

Ein zu­stän­di­ger Rich­ter hatte zuvor ent­schie­den, dass der Name 'Au­to­pi­lot' po­ten­zi­ell ir­re­füh­rend sei und dass Musks öf­fent­li­che Aus­sa­gen, das Sys­tem sei 'wahr­schein­lich bes­ser' als ein mensch­li­cher Fah­rer, recht­lich re­le­vant seien1. Da­te­n­aus­wer­tun­gen zeig­ten, dass der Au­to­pi­lot rund zwölf Mi­nu­ten vor dem Un­fall ak­ti­viert wor­den war1. Tesla wies die Vor­wür­fe zu­rück und ver­wies dar­auf, dass der Fah­rer Warn­hin­wei­se im Hand­buch sowie ak­ti­ve War­nun­gen im Fahr­zeug igno­riert habe1.

Trotz die­ser Ver­tei­di­gung hatte der Rich­ter den Weg für ein Jury-Ver­fah­ren frei­ge­macht, in dem Musks Aus­sa­gen ge­nau­er un­ter­sucht wor­den wären1. Um die­ses Ri­si­ko zu ver­mei­den, ent­schied sich Tesla für eine Ei­ni­gung, wie es dies be­reits bei meh­re­ren ähn­li­chen Fäl­len getan hat1. An­ders ver­lief es 2025 in einem Fall in Flo­ri­da, wo Tesla keine Ei­ni­gung er­ziel­te und eine Jury das Un­ter­neh­men zur Zah­lung von 243 Mil­li­o­nen Dol­lar ver­ur­teil­te1.