Freitag, 18. September 2026 · 05:09 Uhr
UN-Bericht wirft USA und Iran mögliche Kriegsverbrechen vor
Eine UN-Kommission sieht Hinweise auf Kriegsverbrechen der USA im Iran-Krieg und wirft Teheran Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor.
Eine UN-Untersuchungskommission hat in einem Bericht Beweise dafür gefunden, dass die USA im Irankrieg möglicherweise Kriegsverbrechen begangen haben123. Konkret geht es um einen Raketenangriff auf eine Grundschule in Minab, bei dem mehr als 150 Menschen getötet wurden, sowie um einen Luftangriff auf ein Sportzentrum in Lamerd mit 22 zivilen Todesopfern135. Die US-Regierung weist die Vorwürfe zurück und hat die Angriffe bislang nicht offiziell eingeräumt13.
Der Bericht richtet sich nicht nur gegen die Vereinigten Staaten: Auch dem iranischen Regime werfen die UN-Experten mutmaßliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor245. Damit stellt die Kommission beide Kriegsparteien wegen möglicher schwerer Völkerrechtsverstöße an den Pranger45. Über die genaue Art der Vorwürfe gegen Teheran geben die Quellen jedoch keine detaillierten Angaben.
Washington hat die Ergebnisse der UN-Mission scharf kritisiert und lehnt den Bericht insgesamt ab12. Eine unabhängige juristische Aufarbeitung der Vorfälle steht damit weiterhin aus.