Stand: So 20.09. · 06:31
Wissenschaft

Samstag, 19. September 2026 · 12:14 Uhr

Forscher lösen 50 Jahre altes Rätsel um Blutgruppen-Antigen

Wissenschaftler haben die genetische Ursache des seit 1972 bekannten AnWj-Antigens gefunden und damit ein neues Blutgruppensystem namens MAL entdeckt.

Ein For­scher­team hat die ge­ne­ti­sche Grund­la­ge des rät­sel­haf­ten AnWj-Blut­grup­pe­n­an­ti­gens iden­ti­fi­ziert und damit ein bis­lang un­be­kann­tes Blut­grup­pen­sys­tem mit dem Namen MAL eta­bliert1. Das Rät­sel um die­ses An­ti­gen be­stand seit sei­ner Ent­de­ckung im Jahr 19721. Mit der Ent­sch­lüs­se­lung lässt sich nun er­klä­ren, warum man­che Men­schen die­ses An­ti­gen nicht be­sit­zen1.

Die Ent­de­ckung hat di­rek­te prak­ti­sche Be­deu­tung für die Trans­fu­si­ons­me­di­zin, da ex­trem sel­te­ne AnWj-ne­ga­ti­ve Pa­ti­en­ten und Spen­der künf­tig leich­ter iden­ti­fi­ziert wer­den kön­nen1. Bis­lang war es schwie­rig, diese sel­te­ne Blut­grup­pen-Va­ri­a­n­te zu­ver­läs­sig zu be­stim­men, was das Ri­si­ko ge­fähr­li­cher Trans­fu­si­ons­re­ak­ti­o­nen er­höh­te1. Durch die ge­naue ge­ne­ti­sche Zu­ord­nung kön­nen Ärzte künf­tig ge­ziel­ter pas­sen­de Blut­kon­ser­ven aus­wäh­len und Kom­pli­ka­ti­o­nen ver­mei­den1.