Samstag, 19. September 2026 · 16:00 Uhr
Ingenieurin verschickt 2000 Pull Requests monatlich dank KI-Verifikation
Eine Grok-Ingenieurin nutzt einen KI-Agenten-Workflow namens pstack, um monatlich rund 2000 Pull Requests produktiv auszurollen.
Lauren Tan, Ingenieurin im Grok-Team von SpaceXAI mit früherer Erfahrung bei Cursor und Meta, hat ihren persönlichen Workflow namens pstack öffentlich vorgestellt. Damit soll sie monatlich etwa 2000 Pull Requests mit hoher Zuverlässigkeit in die Produktion bringen, was rechnerisch fast 100 PRs pro Arbeitstag entspricht. Nach eigenen Angaben handelt es sich dabei nicht nur um reine Codeproduktion, sondern um tatsächlich produktiv genutzte Änderungen.
Zentral für diesen Workflow ist laut Tan eine sogenannte Verifikationsfähigkeit, die es dem KI-Agenten erlaubt, seine eigene Arbeit selbstständig zu prüfen und Aufgaben eigenständig bis zum Abschluss zu bearbeiten. Diese Fähigkeit wird als kritische Infrastruktur eingestuft und nicht als bloße Zusatzfunktion betrachtet. Voraussetzung dafür ist eine ausführliche Laufzeitumgebung, die der Agent steuern und aus der er strukturierte Ergebnisse auslesen kann.
Die Argumentation stützt sich auf eine Durchsatzrechnung: Bei 2000 Pull Requests im Monat bliebe für eine manuelle Prüfung durch Menschen nur wenige Minuten pro Änderung, was praktisch nicht handhabbar sei. Deshalb müsse die Prüfung automatisiert und parallel zur Codegenerierung laufen, um den Flaschenhals menschlicher Kontrolle zu vermeiden. Laut Tan kann eine starke Verifikationsfähigkeit den Output eines Teams um das 100- bis 1000-fache steigern.
Bei komplexen Systemen mit vielen Diensten existiert eine solche durchgängige Testumgebung jedoch nicht automatisch, weshalb ihr Aufbau und die parallele Skalierung für viele Agenten als größte Herausforderung beschrieben werden. Der Ansatz generiert dafür unter anderem eine eigene Kommandozeilen-Schnittstelle und eine Funktionsübersicht der Anwendung.