Stand: So 20.09. · 06:31
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Samstag, 19. September 2026 · 22:00 Uhr

Kritik an skurrilen Begründungen für Kennzeichen-Abfragen bei US-Polizei

Eine EFF-Untersuchung deckt auf, dass US-Polizisten Kennzeichenabfragen mit Einträgen wie 'LOL' oder Tastatur-Kauderwelsch rechtfertigten.

Die Elec­tro­nic Fron­tier Foun­da­ti­on (EFF) hat in den Pro­to­kol­len au­to­ma­ti­scher Kenn­zei­chen-Le­se­sys­te­me (ALPR) zahl­rei­che frag­wür­di­ge Be­grün­dun­gen für Da­ten­ban­k­ab­fra­gen durch US-Po­li­zei­be­hör­den ge­fun­den1. Dazu zäh­len Ein­trä­ge wie „LOL“, „LMAO“, „Sexy“, „idk“ oder wahl­lo­se Ta­s­ta­tur­ein­ga­ben wie „asdf­ga“1. In einem Fall durch­such­te ein Be­am­ter der Gos­hen Po­li­ce De­part­ment über 6.400 Netz­wer­ke und mehr als 82.000 Ka­me­ras mit der ein­zi­gen Be­grün­dung „idk“1.

Wei­te­re Bei­spie­le stam­men unter an­de­rem aus Ohio, In­di­a­na, Ka­li­for­ni­en, Mas­sa­chu­setts und Co­lo­ra­do, wo Be­am­te ähn­lich un­spe­zi­fi­sche oder scherz­haf­te An­ga­ben mach­ten1. Ei­ni­ge der be­trof­fe­nen Be­hör­den er­klär­ten auf Nach­fra­ge, die je­wei­li­gen Su­chen seien trotz der merk­wür­di­gen For­mu­lie­run­gen im Rah­men le­gi­ti­mer Er­mitt­lun­gen er­folgt, an­de­re führ­ten die Ein­trä­ge auf Frus­tra­ti­on mit der Soft­ware zu­rück1.

Als Re­ak­ti­on hat der An­bie­ter Flock das bis­he­ri­ge Frei­text­feld für Such­be­grün­dun­gen durch ein Drop­down-Menü mit vor­ge­ge­be­nen Ka­te­go­ri­en er­setzt, was laut Un­ter­neh­men die Prüf­pro­to­kol­le kla­rer ma­chen soll1. Die EFF wi­der­spricht die­ser Ein­schät­zung und warnt, dass ge­ne­ri­sche Aus­wahl­op­ti­o­nen es künf­tig sogar er­schwe­ren könn­ten, un­an­ge­mes­se­ne Ab­fra­gen zu er­ken­nen, da kon­kre­te Er­klä­run­gen weg­fal­len1.