Sonntag, 20. September 2026 · 02:00 Uhr
Hyundai warnt USA vor chinesischer Auto-Konkurrenz ohne Zölle
Hyundai-Chef Munoz warnt, ohne US-Zölle könnten chinesische Hersteller den amerikanischen Automarkt wie in Europa dominieren.
Hyundai-Motor-Chef Jose Munoz hat vor den Folgen eines Wegfalls der US-Importbeschränkungen für chinesische Autos gewarnt1. Er verweist auf Großbritannien und Europa, wo chinesische Marken mittlerweile die Verkaufscharts anführen, weil dort keine entsprechenden Handelsbarrieren bestehen1. Aktuell schützen Zölle von rund 100 Prozent auf chinesische E-Autos den US-Markt vor einer ähnlichen Entwicklung1.
Hintergrund der Warnung sind Äußerungen von Präsident Trump, der chinesische Hersteller unter der Bedingung von US-Produktion und lokalen Arbeitsplätzen im Land willkommen heißen würde1. Der Vergleich mit japanischen Autobauern, die einst ähnlich in den USA Fuß fassten, stößt jedoch auf Widerstand: Der American Automotive Policy Council, der Ford, General Motors und Stellantis vertritt, wirft chinesischen Herstellern unfaire Vorteile durch staatliche Subventionen und Währungsmanipulation vor1.
Auch Ford-Chef Jim Farley rechnet damit, dass chinesische Marken innerhalb von fünf bis zehn Jahren in den US-Markt eintreten werden1. Munoz selbst hatte zuvor Chinas Automobilentwicklung und Tempo gelobt, sieht die eigene Warnung aber vor allem durch Sorgen um die Profitabilität Hyundais motiviert1.