Stand: Mo 21.09. · 06:31
Wissenschaft

Sonntag, 20. September 2026 · 07:16 Uhr

Quantenverschränkung erstmals bei Top-Quark-Zerfällen am LHC nachgewiesen

Physiker am CERN haben starke Hinweise auf Quantenverschränkung zwischen kurzlebigen Z-Bosonen bei Higgs-Zerfällen gefunden.

Ein For­scher­team am Large Ha­dron Col­li­der hat Hin­wei­se dar­auf ge­fun­den, dass Z-Bo­so­nen, die beim Zer­fall von Higgs-Teil­chen ent­ste­hen, quan­ten­ver­schränkt sein kön­nen1. Damit zeigt sich Ein­steins einst als „spuk­haft“ be­zeich­ne­te Fern­wir­kung selbst unter ex­tre­men Ener­gie­be­din­gun­gen, wie sie im Labor kaum er­zeugt wer­den kön­nen1.

Die Mes­sung gilt als einer der an­spruchs­volls­ten Tests der Quan­ten­me­cha­nik über­haupt, da die be­tei­lig­ten Teil­chen ex­trem in­sta­bil sind und nur für Se­kun­den­bruch­tei­le exis­tie­ren1. Dass die Ver­schrän­kung trotz­dem nach­weis­bar war, un­ter­stützt die Gül­tig­keit der Quan­ten­the­o­rie auch in Be­rei­chen, die weit von den ur­sprüng­li­chen Ex­pe­ri­men­ten mit Pho­to­nen ent­fernt lie­gen1.

Für die Teil­chen­phy­sik könn­te der Be­fund neue Wege er­öff­nen, um fun­da­men­ta­le Ei­gen­schaf­ten von Ele­mentar­teil­chen zu un­ter­su­chen und be­ste­hen­de Mo­del­le wei­ter zu prü­fen1.