Sonntag, 20. September 2026 · 07:16 Uhr
Quantenverschränkung erstmals bei Top-Quark-Zerfällen am LHC nachgewiesen
Physiker am CERN haben starke Hinweise auf Quantenverschränkung zwischen kurzlebigen Z-Bosonen bei Higgs-Zerfällen gefunden.
Ein Forscherteam am Large Hadron Collider hat Hinweise darauf gefunden, dass Z-Bosonen, die beim Zerfall von Higgs-Teilchen entstehen, quantenverschränkt sein können1. Damit zeigt sich Einsteins einst als „spukhaft“ bezeichnete Fernwirkung selbst unter extremen Energiebedingungen, wie sie im Labor kaum erzeugt werden können1.
Die Messung gilt als einer der anspruchsvollsten Tests der Quantenmechanik überhaupt, da die beteiligten Teilchen extrem instabil sind und nur für Sekundenbruchteile existieren1. Dass die Verschränkung trotzdem nachweisbar war, unterstützt die Gültigkeit der Quantentheorie auch in Bereichen, die weit von den ursprünglichen Experimenten mit Photonen entfernt liegen1.
Für die Teilchenphysik könnte der Befund neue Wege eröffnen, um fundamentale Eigenschaften von Elementarteilchen zu untersuchen und bestehende Modelle weiter zu prüfen1.