Montag, 21. September 2026 · 23:53 Uhr
Infantino kündigt externe Überprüfung der FIFA-Führung an
FIFA-Präsident Gianni Infantino reagiert auf wachsenden Druck und bietet Mitgliedsverbänden eine unabhängige Untersuchung der Verbandsführung an.
Nach anhaltender Kritik an seinem Führungsstil hat FIFA-Präsident Gianni Infantino eine unabhängige externe Überprüfung der Verbandsstrukturen angekündigt1. In einem Brief an den FIFA-Rat und alle 211 Mitgliedsverbände zeigte er sich offen für Reformen, betonte aber gleichzeitig, weiterhin an der Spitze des Verbands bleiben zu wollen23. Einen persönlichen Rückzug schließt Infantino demnach ausdrücklich aus3.
Auslöser der Debatte waren Vorwürfe rund um den geplanten Verkauf der Fifa Forward Enterprise sowie die sogenannte Balogun-Kontroverse1. Mehrere Mitglieder des FIFA-Rats sollen bereits seit Wochen für eine externe Prüfung beider Vorgänge geworben haben, zusätzlich verstärkt durch einen Brief der englischen FA-Vorsitzenden Debbie Hewitt, die die Offenlegung aller relevanten Dokumente forderte1.
Der Druck kommt dabei nicht nur von einzelnen Verbänden: Auch UEFA und DFB halten laut Berichten an ihrer Kritik an Infantino fest4. Infantino selbst erklärte zugleich, sein ursprünglicher Plan zur WM-Vermarktung sei komplett verworfen worden4.