Stand: Di 22.09. · 06:30
Wirtschaft & Finanzen

Montag, 21. September 2026 · 16:54 Uhr

Prozess gegen Andreas Scheuer wegen Maut-Falschaussage beginnt

Der frühere Verkehrsminister Andreas Scheuer muss sich wegen des Verdachts der Falschaussage im Zusammenhang mit der gescheiterten Pkw-Maut vor Gericht verantworten.

Vor Ge­richt hat der Pro­zess gegen den frü­he­ren Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter An­dre­as Scheu­er und den ehe­ma­li­gen Staats­se­kre­tär Ger­hard Schulz be­gon­nen12. Bei­den wird vor­ge­wor­fen, im Zu­sam­men­hang mit der ge­schei­ter­ten Pkw-Maut die Un­wahr­heit ge­sagt zu haben, was sie je­doch ent­schie­den zu­rück­wei­sen1. Scheu­er be­ton­te vor Ge­richt, er habe nicht die Un­wahr­heit ge­sagt1.

Hin­ter­grund des Ver­fah­rens ist das Schei­tern der von der EU als rechts­wid­rig ein­ge­stuf­ten Pkw-Maut, das den Steu­er­zah­ler letzt­lich Mil­li­o­nen kos­te­te23. Der Pro­zess bringt nun er­neut die po­li­ti­schen und recht­li­chen Fehl­ein­schät­zun­gen rund um das Vor­ha­ben ans Licht3.

Be­ob­ach­ter sehen in dem Ver­fah­ren ein Lehr­stück für po­li­ti­sche Ent­schei­dungs­pro­zes­se, bei dem früh­zei­ti­ge War­nun­gen of­fen­bar igno­riert wur­den3.