Dienstag, 22. September 2026 · 16:55 Uhr
22 Staaten fordern internationale Kontrolle von Hochleistungs-KI
Eine Gruppe von 22 Staats- und Regierungschefs verlangt eine globale Aufsichtsbehörde für leistungsfähige KI-Systeme, doch USA und China fehlen bislang.
Bundeskanzler Merz, Kanadas Premierminister Carney und weitere Staats- und Regierungschefs aus insgesamt 22 Ländern haben gemeinsam neue Sicherheitsregeln für hoch entwickelte Künstliche Intelligenz gefordert1. Anlass sind unter anderem gehäufte Berichte über Cyberattacken, die mithilfe von KI durchgeführt wurden2. Der Vorschlag umfasst einen Drei-Punkte-Plan, der auf eine globale Kontrollbehörde für besonders leistungsfähige KI-Systeme abzielt3.
Auffällig ist, dass ausgerechnet die beiden Länder mit der derzeit größten Bedeutung für die KI-Entwicklung, die USA und China, dem Aufruf bislang nicht beigetreten sind13. Ohne die Unterstützung dieser beiden Staaten dürfte die Wirksamkeit einer solchen internationalen Aufsicht begrenzt bleiben, da dort die meisten führenden KI-Modelle entwickelt werden1.
Die Initiative zeigt, dass wachsende Sorgen vor Missbrauch und Kontrollverlust bei fortschrittlicher KI mittlerweile auch auf höchster politischer Ebene ankommen. Ob der Vorstoß tatsächlich zu verbindlichen internationalen Regeln führt, bleibt angesichts der fehlenden Beteiligung der Schlüsselstaaten offen3.