Stand: Di 22.09. · 06:30
Wirtschaft & Finanzen

Dienstag, 22. September 2026 · 00:58 Uhr

Paramount und Warner Bros. einigen sich im Rechtsstreit

Paramount hat sich mit zwölf US-Bundesstaaten geeinigt und damit den Weg für die 111-Milliarden-Dollar-Übernahme von Warner Bros. freigemacht.

Pa­ra­mount hat sich mit zwölf US-Bun­dess­taa­ten sowie einem Ver­band von Dreh­buch­au­to­ren auf einen Ver­gleich ge­ei­nigt und damit das letz­te grö­ße­re recht­li­che Hin­der­nis für die Über­nah­me von War­ner Bros. Dis­co­ve­ry be­sei­tigt135. Die Klage der Bun­dess­taa­ten hätte den Ab­schluss des rund 110 bis 111 Mil­li­ar­den Dol­lar schwe­ren Deals bis Mitte 2027 ver­zö­gern und Pa­ra­mount hun­der­te Mil­li­o­nen Dol­lar an zu­sätz­li­chen Kos­ten be­sche­ren kön­nen45.

Teil der Ei­ni­gung ist ein ge­richt­li­cher Kon­sens-Er­lass, der Pa­ra­mount unter an­de­rem zu einer Min­de­st­an­zahl an Ki­no­film­ver­öf­fent­li­chun­gen in den kom­men­den fünf Jah­ren ver­pflich­tet – be­gin­nend mit 30 Fil­men in den ers­ten bei­den Jah­ren und 32 in den Fol­ge­jah­ren6. Zudem muss das Un­ter­neh­men min­des­tens 300 Mil­li­o­nen Dol­lar mehr in die US-Pro­duk­ti­on in­ves­tie­ren als im Jahr 20256. Po­li­tisch bri­sant ist der Fall auch, weil CNN im Zuge der Fu­si­on vor mög­li­cher Ein­fluss­nah­me durch die Nähe der neuen Ei­gen­tü­mer zur Trump-Re­gie­rung ge­schützt wer­den soll2.

Mit der Ei­ni­gung gilt der Zu­sam­menschluss der bei­den Me­di­en­kon­zer­ne als so gut wie be­sie­gelt13. Der Deal mar­kiert einen der größ­ten Me­di­en­zu­sam­mensch­lüs­se der jün­ge­ren Zeit und dürf­te die Macht­ver­hält­nis­se in der US-Un­ter­hal­tungs­bran­che neu ord­nen56.