Stand: Mi 23.09. · 06:31
Automotive

Dienstag, 22. September 2026 · 14:02 Uhr

Prozess wegen Rassismusvorwürfen gegen Tesla beginnt

In Kalifornien startet ein Gerichtsverfahren gegen Tesla wegen mutmaßlicher Diskriminierung schwarzer Arbeiter im Werk Fremont, ohne Begrenzung möglicher Schadensersatzsummen [1].

Vor einem ka­li­for­ni­schen Ge­richt hat ein Pro­zess gegen Tesla be­gon­nen, der rund vier Jahre nach einer Klage der Ca­li­for­nia Civil Rights De­part­ment ein­ge­reicht wurde1. Statt einer Jury wird al­lein Rich­ter Peter Bor­kon in einem so­ge­nann­ten Bench Trial ent­schei­den, ob Tesla gegen ka­li­for­ni­sches Bür­ger­rechts­recht ver­sto­ßen hat1. Die Klage wirft dem Un­ter­neh­men vor, schwa­r­ze Be­schäf­tig­te im Werk Fre­mont bei Ar­beits­zu­wei­sun­gen, Dis­zi­plin­ar­maß­nah­men, Be­zah­lung und Be­för­de­run­gen be­nach­tei­ligt zu haben1.

Zudem wird Tesla vor­ge­wor­fen, jah­re­lang Be­schwer­den über ras­sis­ti­sche Be­lei­di­gun­gen und dis­kri­mi­nie­ren­de Graf­fi­ti, dar­un­ter Ha­ken­kreu­ze, igno­riert zu haben1. Tesla weist die Vor­wür­fe zu­rück und hat die Be­hör­de ih­rer­seits ver­klagt, weil diese die Klage an­geb­lich ohne öf­fent­li­che An­hö­rung und ohne aus­rei­chen­de Ge­le­gen­heit zur Ei­ni­gung ein­ge­reicht habe1. Da Ka­li­for­ni­en keine Ober­gren­ze für Scha­dens­er­satz bei Dis­kri­mi­nie­rung am Ar­beits­platz kennt, könn­te ein Ur­teil zu­guns­ten der Klä­ger für Tesla teuer wer­den1.

Der ak­tu­el­le Pro­zess ist nicht das ein­zi­ge Ver­fah­ren rund um mut­maß­li­che Dis­kri­mi­nie­rung im Werk Fre­mont: Seit 2023 ver­klagt auch die US-Bun­des­be­hör­de EEOC Tesla wegen ähn­li­cher Vor­wür­fe, die bis ins Jahr 2015 zu­rück­rei­chen sol­len1. Diese se­pa­ra­te Klage wirft Tesla zu­sätz­lich vor, Be­schwer­den nicht un­ter­sucht und Be­schäf­tig­te, die Be­läs­ti­gung mel­de­ten, ent­las­sen oder be­nach­tei­ligt zu haben1.