Dienstag, 22. September 2026 · 14:02 Uhr
Prozess wegen Rassismusvorwürfen gegen Tesla beginnt
In Kalifornien startet ein Gerichtsverfahren gegen Tesla wegen mutmaßlicher Diskriminierung schwarzer Arbeiter im Werk Fremont, ohne Begrenzung möglicher Schadensersatzsummen [1].
Vor einem kalifornischen Gericht hat ein Prozess gegen Tesla begonnen, der rund vier Jahre nach einer Klage der California Civil Rights Department eingereicht wurde1. Statt einer Jury wird allein Richter Peter Borkon in einem sogenannten Bench Trial entscheiden, ob Tesla gegen kalifornisches Bürgerrechtsrecht verstoßen hat1. Die Klage wirft dem Unternehmen vor, schwarze Beschäftigte im Werk Fremont bei Arbeitszuweisungen, Disziplinarmaßnahmen, Bezahlung und Beförderungen benachteiligt zu haben1.
Zudem wird Tesla vorgeworfen, jahrelang Beschwerden über rassistische Beleidigungen und diskriminierende Graffiti, darunter Hakenkreuze, ignoriert zu haben1. Tesla weist die Vorwürfe zurück und hat die Behörde ihrerseits verklagt, weil diese die Klage angeblich ohne öffentliche Anhörung und ohne ausreichende Gelegenheit zur Einigung eingereicht habe1. Da Kalifornien keine Obergrenze für Schadensersatz bei Diskriminierung am Arbeitsplatz kennt, könnte ein Urteil zugunsten der Kläger für Tesla teuer werden1.
Der aktuelle Prozess ist nicht das einzige Verfahren rund um mutmaßliche Diskriminierung im Werk Fremont: Seit 2023 verklagt auch die US-Bundesbehörde EEOC Tesla wegen ähnlicher Vorwürfe, die bis ins Jahr 2015 zurückreichen sollen1. Diese separate Klage wirft Tesla zusätzlich vor, Beschwerden nicht untersucht und Beschäftigte, die Belästigung meldeten, entlassen oder benachteiligt zu haben1.