Dienstag, 22. September 2026 · 19:54 Uhr
Sondengänger findet größten hadrianischen Münzschatz Deutschlands
Bei Wesseling nahe Köln entdeckte ein Sondengänger 934 römische Silberdenare, die zur Regierungszeit Kaiser Hadrians vergraben wurden [1][2][3].
Auf einem Acker südlich von Köln bei Wesseling hat ein Mann mit Metalldetektor einen der größten römischen Münzschätze Deutschlands entdeckt123. Insgesamt wurden 934 Silberdenare mit einem Gesamtgewicht von 3,1 Kilogramm geborgen, deren jüngste Prägung aus den Jahren 124/125 nach Christus stammt und den Fund in die Zeit Kaiser Hadrians datiert1. Der Finder Oliver Riedl informierte nach ersten Münzfunden umgehend das zuständige Landesamt, das die fachgerechte Bergung übernahm1.
Die Münzen stammen aus einem Zeitraum von fast drei Jahrhunderten, die älteste Prägung reicht bis ins Jahr 148 vor Christus zurück, während der Großteil aus der flavischen Kaiserzeit zwischen 69 und 96 nach Christus stammt1. Nach Einschätzung des LVR wurde das Vermögen vermutlich um 100 nach Christus zusammengetragen und erst später vergraben1. Weltweit gilt der Fund als fünftgrößter bekannter Münzschatz dieser Epoche, in Deutschland ist kein größerer hadrianischer Hort bekannt1.
Fachleute bezeichnen den Fund als sensationell, da er sowohl über wirtschaftliche Verhältnisse als auch über Vermögensbildung im zweiten Jahrhundert Aufschluss gibt3. Zum Vergleich verweist eine Expertin des LVR auf den Jahressold römischer Legionäre, wonach ein Soldat rund sechs Jahre hätte sparen müssen, um eine vergleichbare Summe anzuhäufen1.