Stand: Mi 23.09. · 06:31
Wissenschaft

Dienstag, 22. September 2026 · 21:20 Uhr

Studie: Emissionen seit 2015 verstärkten Europas Hitzewellen messbar

Eine neue Analyse zeigt, dass allein die seit dem Pariser Klimaabkommen hinzugekommenen CO₂-Emissionen Europas jüngste Hitzewellen spürbar verschärft haben [1].

Ein For­schungs­team der St­an­ford Uni­ver­si­ty hat un­ter­sucht, wel­chen An­teil die CO₂-Emis­si­o­nen der letz­ten zehn Jahre an den jüngs­ten eu­ro­pä­i­schen Hit­ze­wel­len haben1. Dabei ging es nicht um den ge­sam­ten men­schen­ge­mach­ten Kli­ma­wan­del, son­dern ge­zielt um die zu­sätz­li­chen Emis­si­o­nen seit dem Pa­ri­ser Ab­kom­men von 20151. Für die Hit­ze­wel­le im Juni 2025 er­mit­tel­ten die For­scher eine zu­sätz­li­che re­gi­o­na­le Er­wär­mung von rund einem Drit­tel Grad Cel­si­us1.

Für die Ana­ly­se wur­den die stärks­ten eu­ro­pä­i­schen Hit­zeereig­nis­se der Jahre 2016 bis 2025 mit einem KI-ge­stütz­ten Dif­fu­si­ons­mo­dell un­ter­sucht, das reale Wet­ter­la­gen mit einer rech­ne­ri­schen Ge­gen­welt ver­gleicht, in der das Emis­si­ons­ni­veau auf dem Stand von 2015 ein­ge­fro­ren blie­be1. Me­te­o­ro­lo­gi­sche Be­din­gun­gen wie Druck­ver­tei­lung und Bo­den­feuch­te wur­den dabei mög­lichst kon­stant ge­hal­ten, um al­lein den Ef­fekt der Emis­si­o­nen sicht­bar zu ma­chen1.

Be­son­ders für die hei­ßes­ten Wo­chen seit 2021 zeig­te sich ein deut­li­ches Si­gnal: In der Ge­gen­welt mit dem Emis­si­ons­s­tand von 2015 fie­len die Tem­pe­ra­tu­ren durch­ge­hend nied­ri­ger aus, mit nur ge­rin­ger Über­schnei­dung der Wahr­schein­lich­keits­ver­tei­lun­gen1. Die For­scher wer­ten dies als Beleg dafür, dass be­reits ein ein­zel­nes Jahr­zehnt zu­sätz­li­cher Emis­si­o­nen ein­zel­ne Ex­tre­mer­eig­nis­se mess­bar ver­stär­ken kann1.