Dienstag, 22. September 2026 · 21:20 Uhr
Studie: Emissionen seit 2015 verstärkten Europas Hitzewellen messbar
Eine neue Analyse zeigt, dass allein die seit dem Pariser Klimaabkommen hinzugekommenen CO₂-Emissionen Europas jüngste Hitzewellen spürbar verschärft haben [1].
Ein Forschungsteam der Stanford University hat untersucht, welchen Anteil die CO₂-Emissionen der letzten zehn Jahre an den jüngsten europäischen Hitzewellen haben1. Dabei ging es nicht um den gesamten menschengemachten Klimawandel, sondern gezielt um die zusätzlichen Emissionen seit dem Pariser Abkommen von 20151. Für die Hitzewelle im Juni 2025 ermittelten die Forscher eine zusätzliche regionale Erwärmung von rund einem Drittel Grad Celsius1.
Für die Analyse wurden die stärksten europäischen Hitzeereignisse der Jahre 2016 bis 2025 mit einem KI-gestützten Diffusionsmodell untersucht, das reale Wetterlagen mit einer rechnerischen Gegenwelt vergleicht, in der das Emissionsniveau auf dem Stand von 2015 eingefroren bliebe1. Meteorologische Bedingungen wie Druckverteilung und Bodenfeuchte wurden dabei möglichst konstant gehalten, um allein den Effekt der Emissionen sichtbar zu machen1.
Besonders für die heißesten Wochen seit 2021 zeigte sich ein deutliches Signal: In der Gegenwelt mit dem Emissionsstand von 2015 fielen die Temperaturen durchgehend niedriger aus, mit nur geringer Überschneidung der Wahrscheinlichkeitsverteilungen1. Die Forscher werten dies als Beleg dafür, dass bereits ein einzelnes Jahrzehnt zusätzlicher Emissionen einzelne Extremereignisse messbar verstärken kann1.