Stand: Di 22.09. · 06:30
Weltgeschehen

Dienstag, 22. September 2026 · 06:07 Uhr

Trump verbannt Sender aus Weißem Haus, Medien klagen

Nach dem Ausschluss mehrerer Nachrichtensender aus dem Weißen Haus reichen CNN, MS NOW und Politico gemeinsam Klage gegen die Trump-Regierung ein.

Do­nald Trump hat zwei Fern­seh­sen­dern und einem Nach­rich­ten­por­tal den Zu­gang zum Wei­ßen Haus ent­zo­gen, wor­auf­hin die be­trof­fe­nen Me­di­en ju­ris­tisch gegen die Re­gie­rung vor­ge­hen12. CNN, MS NOW und Po­li­ti­co reich­ten ge­mein­sam eine Klage ein, um sich gegen den Aus­schluss zu weh­ren2. An­de­re große US-Sen­der so­li­da­ri­sier­ten sich und schränk­ten ih­rer­seits die Be­richt­er­stat­tung über Trump ein, etwa wäh­rend sei­ner Reise zu einem UN-Gip­fel in New York24.

Der Vor­fall reiht sich in eine län­ge­re Aus­ein­an­der­set­zung Trumps mit der Pres­se ein, die von Be­ob­ach­tern als Feld­zug gegen kri­ti­sche Me­di­en be­schrie­ben wird1. Be­son­ders um­strit­ten ist die Frage, wel­che Rolle der so­ge­nann­te White House Press Pool künf­tig spie­len kann, wenn ein­zel­ne Me­di­en aus­ge­schlos­sen wer­den3. Kri­ti­ker be­fürch­ten, dass die Öf­fent­lich­keit da­durch we­ni­ger Ein­blick in das Han­deln des Prä­si­den­ten er­hält3.

Die So­li­da­ri­täts­ak­ti­on an­de­rer Sen­der zeigt, dass der Kon­flikt über die un­mit­tel­bar be­trof­fe­nen Me­di­en hin­aus­reicht und als grund­sätz­li­cher An­griff auf die Pres­se­frei­heit wahr­ge­nom­men wird4. Wie das Ge­richt in dem Fall ent­schei­den wird, ist der­zeit offen.