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Wissenschaft

Mittwoch, 23. September 2026 · 11:58 Uhr

El Niño könnte Hunderttausende zusätzliche Hitzetote verursachen

Eine neue Analyse prognostiziert bis zu 451.000 zusätzliche Hitzetote weltweit durch den aktuellen Super-El-Niño.

Ein For­schungs­team des Cli­ma­te Im­pact Lab um Mi­cha­el Green­sto­ne rech­net damit, dass der ak­tu­el­le Super-El-Niño von Juni 2026 bis Fe­bru­ar 2027 rund 451.000 zu­sätz­li­che hit­ze­be­ding­te To­des­fäl­le welt­weit ver­ur­sa­chen könn­te2. Al­lein für den Zeit­raum Sep­tem­ber 2026 bis Fe­bru­ar 2027 wer­den etwa 239.000 zu­sätz­li­che Tote er­war­tet12. Eine be­glei­ten­de Karte zeigt, wel­che Re­gi­o­nen be­son­ders stark be­trof­fen sein dürf­ten1.

Grund­la­ge der Be­rech­nung sind lang­fris­ti­ge Zu­sam­men­hän­ge zwi­schen Tem­pe­ra­tur und Sterb­lich­keit, die aus Daten von 40 Län­dern ab­ge­lei­tet und auf über 24.000 Re­gi­o­nen welt­weit über­tra­gen wur­den2. Diese Ri­si­ko­kur­ven wur­den mit dem sai­sona­len Vor­her­sa­ge­sys­tem SEAS5 des Eu­ro­pä­i­schen Zen­trums für mit­tel­fris­ti­ge Wet­ter­vor­her­sa­ge kom­bi­niert, wobei der Zeit­raum 1996 bis 2025 als Ver­gleichs­ba­sis dient2. Be­son­ders ge­fähr­det sind laut der Ana­ly­se Re­gi­o­nen, die be­reits heute unter hohen Tem­pe­ra­tu­ren lei­den und zu­gleich kaum Zu­gang zu Küh­lung oder me­di­zi­ni­scher Ver­sor­gung haben2.

Die For­scher er­war­ten zudem, dass die welt­wei­ten, be­völ­ke­rungs­ge­wich­te­ten Land­tem­pe­ra­tu­ren in den kom­men­den Mo­na­ten rund 1,2 Grad über dem üb­li­chen Ni­veau lie­gen, was etwa 44 Pro­zent mehr ex­trem heiße Tage be­deu­ten könn­te2. Be­tont wird aus­drü­ck­lich, dass es sich um eine Pro­jek­ti­on und nicht um be­reits ein­ge­tre­te­ne To­des­fäl­le han­delt2.