Stand: Mi 23.09. · 06:31
Unterhaltung

Mittwoch, 23. September 2026 · 01:54 Uhr

Gerichtstermin zu Paramount-Warner-Einigung mit Bundesstaaten angesetzt

Ein Bundesrichter verhandelt über die Einigung zwischen Bundesstaaten und Paramount-Warner Bros. Discovery, während politischer Streit über den Mega-Deal anhält.

Eine Bun­des­rich­te­rin hat für Don­ners­tag eine An­hö­rung zur ge­plan­ten Ei­ni­gung zwi­schen meh­re­ren US-Bun­dess­taa­ten und Pa­ra­mount-War­ner Bros. Dis­co­ve­ry an­ge­setzt, um of­fe­ne Fra­gen zu Fak­ten und recht­li­cher Be­wer­tung zu klä­ren1. Zwölf Bun­dess­taa­ten sowie die Au­to­ren­ge­werk­schaft hat­ten zuvor ihre Kla­gen gegen die Über­nah­me zu­rück­ge­zo­gen, nach­dem Pa­ra­mount Sky­dance Zu­sa­gen über einen Zeit­raum von fünf Jah­ren ge­macht hatte4. Ein hoch­ran­gi­ger Ver­tre­ter des Jus­tiz­mi­nis­te­ri­ums unter Trump re­la­ti­vier­te den Wert die­ser Ei­ni­gung je­doch und er­klär­te, sie ent­hal­te keine neuen kar­tell­recht­li­chen Ver­pflich­tun­gen3.

Zeit­lich unter Druck steht Pa­ra­mount zu­sätz­lich durch fi­nan­zi­el­le Fris­ten: Ab dem kom­men­den Monat dro­hen dem Kon­zern täg­li­che Straf­zah­lun­gen von sie­ben Mil­li­o­nen US-Dol­lar an War­ner-Ak­ti­o­näre, soll­te der Über­nah­me­zeit­plan nicht ein­ge­hal­ten wer­den5. Der New Yor­ker Bür­ger­meis­ter Zohran Mam­da­ni kri­ti­sier­te den Deal scha­rf als „schänd­li­ches Mo­nu­ment der Kor­rup­ti­on“ und warn­te, die Fu­si­on ge­fähr­de eine un­ab­hän­gi­ge und wett­be­werbs­fä­hi­ge Me­di­en­land­schaft2.

Die wi­der­sprüch­li­chen Ein­schät­zun­gen – auf der einen Seite eine als Er­folg dar­ge­stell­te Ei­ni­gung der Bun­dess­taa­ten4, auf der an­de­ren Seite deren Her­ab­stu­fung durch das Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um als wir­kungs­los3 – zei­gen, wie um­strit­ten der po­li­ti­sche Wert des Kom­pro­mis­ses ist. Ob die ge­richt­li­che An­hö­rung die Über­nah­me end­gül­tig ab­seg­net oder neue Hür­den auf­wirft, bleibt bis zur Ver­hand­lung offen1.