Mittwoch, 23. September 2026 · 20:00 Uhr
Historische CO2-Emissionen großer Konzerne wirken noch Jahrhunderte nach
Simulationen zeigen, dass die Erwärmung durch historische Emissionen fossiler Großkonzerne selbst im Jahr 2500 noch spürbar sein wird.
Eine neue Studie der University of Washington zeigt, dass die historischen CO2- und Methanemissionen großer Öl-, Gas-, Kohle- und Zementproduzenten die globale Temperatur noch über Jahrhunderte beeinflussen1. Selbst im Jahr 2500 soll der diesen Konzernen zugerechnete Erwärmungsbeitrag noch mehrere Zehntel Grad betragen1. Für das Jahr 2025 ermittelten die Forscher im Median einen zugerechneten Beitrag von rund 0,66 Grad Celsius1.
Das Team um Dargan M. W. Frierson nutzte dafür das vereinfachte Klimamodell FaIR sowie die Carbon-Majors-Datenbank, die Emissionen von 178 großen fossilen Produzenten seit 1854 erfasst1. Die historischen Emissionen dieser Konzerne wurden aus vier etablierten sozioökonomischen Emissionsszenarien herausgerechnet und die Ergebnisse mit den Standardszenarien bis zum Jahr 2500 verglichen1. Insgesamt flossen 841 Modellläufe in die Berechnung ein, um eine Bandbreite möglicher Klimareaktionen abzubilden1.
Bemerkenswert ist laut den Forschern, dass der verbleibende Erwärmungseffekt in einem emissionsarmen Zukunftsszenario größer ausfällt als in einem sehr emissionsreichen Szenario1. Dieses zunächst kontraintuitive Ergebnis verdeutlicht, wie komplex das Zusammenspiel zwischen vergangenen und künftigen Emissionen im Klimasystem ist1.