Stand: Mi 23.09. · 06:31
Unterhaltung

Mittwoch, 23. September 2026 · 05:52 Uhr

Streit um Medienzugang zum Weißen Haus vor Gericht

Trumps Ausschluss von CNN, MS NOW und Politico aus dem Weißen Haus landet vor Gericht, während das Weiße Haus mit einem eigenen Kanal reagiert.

Vor einer für Mitt­woch an­ge­setz­ten Ge­richts­an­hö­rung ver­tei­dig­te das US-Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um den von Do­nald Trump ver­häng­ten Aus­schluss von CNN, Po­li­ti­co und MS NOW vom Zu­gang zum Wei­ßen Haus als im Rah­men des ers­ten Ver­fas­sungs­zu­sat­zes recht­mä­ßig1. Die be­trof­fe­nen Me­di­en hat­ten zuvor Klage ein­ge­reicht und wer­fen Trump eine Ver­let­zung ihrer Pres­se­frei­heit vor4. Trump selbst er­klär­te, er werde eine rich­ter­li­che Ent­schei­dung in die­ser Sache „wahr­schein­lich“ be­fol­gen2.

Aus­lö­ser des Streits ist der so­ge­nann­te White House Pool, ein ro­tie­ren­des Sys­tem von Jour­na­lis­ten, das üb­li­cher­wei­se engen Zu­gang zum Prä­si­den­ten hat und über das nun hef­tig ge­strit­ten wird3. Bei einem Auf­tritt vor den Ver­ein­ten Na­ti­o­nen wies Trump einen CNN-Re­por­ter scha­rf zu­recht und er­klär­te, die­ser solle ihn gar nicht erst be­glei­ten dür­fen4. Als Re­ak­ti­on auf den ein­ge­schränk­ten Zu­gang haben sich US-Me­di­en, dar­un­ter auch der eher trump-freund­li­che Sen­der Fox News, in un­ge­wöhn­li­cher So­li­da­ri­tät mit den aus­ge­schlos­se­nen Kol­le­gen zu­sam­men­ge­schlos­sen5.

Als Kon­se­quenz aus der ein­ge­schränk­ten TV-Be­richt­er­stat­tung hat das Weiße Haus einen ei­ge­nen Strea­ming-Kanal na­mens „Trump TV“ ge­st­ar­tet, über den rund um die Uhr Reden und Auf­trit­te des Prä­si­den­ten über­tra­gen wer­den6. Damit ver­schiebt sich die öf­fent­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on zu­neh­mend auf staat­lich kon­trol­lier­te Ka­nä­le, wäh­rend klas­si­sche Nach­rich­ten­sen­der teils ver­stum­men56.