Mittwoch, 23. September 2026 · 04:57 Uhr
Trump gibt sich bei UN-Rede gemäßigter, droht Iran aber weiter
Bei der UN-Vollversammlung zeigte sich Trump auffällig diszipliniert, drohte Iran aber dennoch mit „Vernichtung“, sollte kein Abkommen zustande kommen.
Bei seiner Rede vor der UN-Vollversammlung trat US-Präsident Donald Trump ungewohnt zurückhaltend auf, drohte dem Iran jedoch, ihn zu „vernichten“, falls kein Friedensabkommen erreicht werde14. Parallel zu seiner Rede trafen sich Vertreter der USA und Irans am Rande der Versammlung1. Trump nutzte die Bühne zudem, um Kuba scharf zu kritisieren und die Entwicklung der amerikanischen KI-Industrie zu loben5.
Beobachter sehen in dem gemäßigteren Auftreten weniger einen grundsätzlichen Kurswechsel als vielmehr innenpolitischen Druck und die Suche nach einem Ausweg aus außenpolitischen Sackgassen3. Der Spiegel beschreibt Trumps Auftritt als „gezähmte Version seiner selbst“, mit der er jüngste Rückschläge kaschieren wolle2. Die FAZ ergänzt, dass die Rede vor allem auf ein amerikanisches Publikum zugeschnitten gewesen sei, um eigene außenpolitische Erfolge – etwa ein baldiges Ende des Ukrainekriegs oder sinkende Ölpreise – zu betonen6.
Trotz der freundlicheren Tonlage bleibt der Machtanspruch derselbe: Die Welt solle sich, so eine Analyse, letztlich seinem Willen fügen4. Die Ankündigung, Bedrohungen gegen die USA in der westlichen Hemisphäre nicht mehr zu dulden, richtet sich dabei explizit gegen Länder wie Kuba5.