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Sport

Donnerstag, 24. September 2026 · 19:34 Uhr

Berlin zieht Olympiabewerbung nach Kritik und internen Streitigkeiten zurück

Berlins Regierung hat die Bewerbung um Olympische Spiele zurückgezogen, was politische Deutungen zwischen Kalkül und Scheitern auslöst.

Der Re­gie­ren­de Bür­ger­meis­ter Kai Weg­ner, Sport­se­na­to­rin Iris Spran­ger und der Olym­pia-Be­auf­trag­te Kaweh Ni­roo­mand haben of­fi­zi­ell be­kannt­ge­ge­ben, dass Ber­lin sich min­des­tens bis 2048 nicht mehr um Olym­pi­sche Spie­le be­wirbt1. Der Rü­ck­zug wurde von den Ver­ant­wort­li­chen als 'trau­ri­ger Tag' be­zeich­net1.

Kom­men­ta­to­ren sehen in dem Ti­ming des Rü­ck­zugs, kurz vor einer ent­schei­den­den Ab­stim­mung, ent­we­der ein klein­li­ches po­li­ti­sches Nachtre­ten oder ein be­wuss­tes tak­ti­sches Kal­kül Weg­ners2. An­de­re Stim­men deu­ten das Schei­tern als Aus­druck tie­fe­r­lie­gen­der struk­tu­rel­ler Pro­ble­me, etwa der Angst der Stadt vor gro­ßen Pro­jek­ten und der be­son­de­ren Prä­fe­ren­zen deut­scher Sport­funk­ti­o­näre3.

Die un­ter­schied­li­chen Ein­schät­zun­gen zei­gen, dass der Rü­ck­zug nicht ein­deu­tig als reine Ver­wal­tungs­ent­schei­dung, son­dern auch als po­li­ti­sches Si­gnal ge­deu­tet wird23. Damit bleibt offen, wel­che Stadt künf­tig Deut­sch­lands Am­bi­ti­o­nen auf Olym­pi­sche Spie­le re­prä­sen­tie­ren könn­te.