Donnerstag, 24. September 2026 · 18:56 Uhr
KI-Konzerne werben vor UN-Sicherheitsrat für globale Sicherheitsregeln
Sam Altman und Dario Amodei fordern vor dem UN-Sicherheitsrat globale KI-Sicherheitsstandards, während die USA globale Kontrollen ablehnen.
Vor dem UN-Sicherheitsrat haben OpenAI-Chef Sam Altman und Anthropic-Mitgründer Dario Amodei für globale Sicherheitsstandards bei künstlicher Intelligenz geworben3. Beide warnten vor Missbrauch und Kontrollverlust durch immer leistungsfähigere Systeme, während die USA globale Kontrollmechanismen kategorisch ablehnen3. Kommentatoren kritisieren diesen Auftritt scharf: Ausgerechnet jene Unternehmen, die die Risiken durch ihre eigenen Modelle mitverursacht hätten, positionierten sich nun als Retter, was vor allem das Versagen der Politik offenbare1.
Seit Monaten warnen Experten vor unkontrollierter KI-Entwicklung, die im schlimmsten Fall die Menschheit gefährden könnte, doch die Idee verbindlicher globaler Regeln droht an Macht- und Gewinninteressen einzelner Staaten und Konzerne zu scheitern2. Die Ablehnung globaler Kontrollen durch die USA steht damit im Widerspruch zu den öffentlichen Sicherheitsappellen der US-amerikanischen KI-Firmen selbst23.
Die Debatte zeigt ein grundlegendes Spannungsfeld: Einerseits fordern Unternehmen wie OpenAI und Anthropic Regulierung, andererseits profitieren sie kommerziell vom ungebremsten Ausbau ihrer Systeme, was Zweifel an der Glaubwürdigkeit ihres Engagements weckt1.