Donnerstag, 24. September 2026 · 06:06 Uhr
US-Anleiherenditen erreichen historische Höchststände
Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen ist auf über fünf Prozent gestiegen, den höchsten Stand seit 2007, und belastet die Aktienmärkte.
Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen ist auf einen 19-Jahres-Höchststand gesprungen und lag zeitweise bei über 5,1 Prozent145. Auslöser waren neue Konjunkturdaten aus dem Dienstleistungs- und verarbeitenden Gewerbe, die Sorgen vor weiteren Zinserhöhungen der US-Notenbank schürten1. Auch eine schwache Nachfrage bei einer Auktion von US-Staatsanleihen trug zu dem Ausverkauf bei4.
Der Anstieg blieb nicht auf die USA beschränkt: Auch die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen kletterte auf ein 30-Jahres-Hoch, nachdem die US-Renditen zuvor stark gestiegen waren2. Beobachter sprechen von einem historischen Tag für die globalen Anleihemärkte2. Steigende Ölpreise verschärften zusätzlich die Nervosität an den Finanzmärkten5.
Höhere Staatsanleiherenditen verteuern generell Kredite für Verbraucher und Unternehmen und können das Wirtschaftswachstum bremsen3. An den US-Börsen reagierten Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq mit Kursverlusten auf die Entwicklung5.