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Weltgeschehen

Freitag, 25. September 2026 · 06:00 Uhr

Trump und Xi treffen sich in Washington ohne klare Durchbrüche

Beim ersten Xi-Besuch in Washington seit über einem Jahrzehnt blieben greifbare Ergebnisse bei Handel, KI und Taiwan aus.

Do­nald Trump emp­fing Xi Jin­ping am Don­ners­tag zu einem Staats­ban­kett im Wei­ßen Haus, be­glei­tet von viel Sym­bo­lik und rotem Tep­pich36. Jour­na­lis­ten waren vom ei­gent­li­chen Ban­kett aus­ge­schlos­sen, beide Sei­ten be­ton­ten öf­fent­lich gute Be­zie­hun­gen und ge­mein­sa­me In­ter­es­sen3. Trotz der freund­li­chen In­sze­nie­rung blie­ben laut meh­re­ren Be­ob­ach­tern greif­ba­re Fort­s­chrit­te bei zen­tra­len Streit­the­men wie Han­del, Tech­no­lo­gie und Tai­wan aus14.

Auf­fäl­lig war, dass Trump chi­ne­si­sche Kon­zern­chefs vom Ban­kett fern­hielt, ob­wohl diese of­fen­bar bis zu­letzt auf eine Ein­la­dung ge­hofft hat­ten2. Xi selbst rief die USA zur Ko­ope­ra­ti­on bei Künst­li­cher In­tel­li­genz auf, ein Be­reich, der als einer der zen­tra­len Streit­punk­te zwi­schen bei­den Mäch­ten gilt6. Der Gu­ar­di­an be­schreibt das Tref­fen als reich an Sym­bo­lik, aber ohne er­kenn­ba­re Sub­stanz hin­ter ver­schlos­se­nen Türen – ein For­mat, das Kri­ti­ker als „Di­plo­tain­ment“ be­zeich­nen4.

Die BBC-Kor­re­spon­den­tin Laura Bi­cker ord­net den Be­such als ge­misch­ten Er­folg für beide Sei­ten ein: Pe­king habe zwar Pres­ti­ge ge­won­nen, aber nicht alle er­hoff­ten Zu­ge­ständ­nis­se er­hal­ten51. Offen bleibt, ob die sym­bo­li­sche An­nä­he­rung tat­säch­lich zu kon­kre­ten Ver­ein­ba­run­gen bei Han­del, Iran oder Tai­wan füh­ren wird4.