Freitag, 25. September 2026 · 23:38 Uhr
Trump und Xi treffen sich in Washington: Viel Pomp, wenig Substanz
Beim ersten Besuch eines chinesischen Präsidenten im Weißen Haus seit über zehn Jahren dominierten Symbolik und Zeremonie über konkrete Ergebnisse.
Nach mehr als einem Jahrzehnt war mit Xi Jinping wieder ein chinesischer Staatschef zu Gast im Weißen Haus1. Trump empfing seinen Gast mit großem zeremoniellen Aufwand, inklusive Hubschraubervorführung und Baustellenbesichtigung, was Beobachter als Zurschaustellung von Trumps eigener Macht deuteten6. Konkrete Ergebnisse blieben jedoch rar, während zentrale Streitpunkte wie Taiwan und Iran weitgehend ausgeklammert wurden2. Trump bot Xi immerhin eine zweimonatige Feuerpause im schwelenden Zollstreit an5.
Kommentatoren sehen in dem Treffen vor allem ein Ringen um Symbolik statt um handfeste Vereinbarungen26. Laut FAZ ließ sich Trump von Schmeicheleien Xis und auch Putins einlullen, obwohl der eigentliche Systemkonflikt zwischen den USA und China ungelöst bleibt4. Die Analyse betont, dass Xi die Komplimente zwar lächelnd annahm, dies aber nichts an der grundsätzlichen Rivalität ändere – im Gegenteil, der Konflikt werde nur anders geführt3.
Während manche Quellen den chinesischen Präsidenten als eigentlichen Gewinner des Treffens darstellen, weil er von der demonstrativen Gastfreundschaft mehr profitiert habe als Trump selbst6, betonen andere die insgesamt spektakelhafte, ergebnisarme Atmosphäre beider Tage25. Damit bleibt unklar, ob das Treffen tatsächlich zu einer Entspannung führt oder lediglich einen kurzfristigen Aufschub markiert.