Freitag, 25. September 2026 · 14:13 Uhr
USA unterstützen Musks Klage gegen EU-Bußgeld für X
Das US-Justizministerium will sich in ein EU-Verfahren einmischen, in dem X gegen eine Millionenstrafe wegen mutmaßlicher Nutzertäuschung klagt [1][2][3].
Die EU hatte im Dezember 2025 erstmals eine Strafe nach dem Digital Services Act gegen die Plattform X verhängt, in Höhe von rund 120 Millionen Euro13. Grund war laut EU der Vorwurf, X täusche Nutzer, indem blaue Häkchen verkauft würden, ohne die Accounts wirklich zu verifizieren3. X, das Unternehmen von Elon Musk, hat gegen diese Entscheidung geklagt1.
Nun kündigte das US-Justizministerium an, sich dem Verfahren auf Seiten von X anschließen zu wollen12. Damit mischt sich die US-Regierung erstmals direkt in ein laufendes EU-Rechtsverfahren gegen ein US-Unternehmen ein2. Die Unterstützung aus Washington könnte als Signal gewertet werden, dass die US-Regierung EU-Regulierung großer Digitalplattformen als Angriff auf amerikanische Unternehmen betrachtet23.
Der Fall dürfte über den Einzelfall hinaus Bedeutung erlangen, da er die Frage aufwirft, wie weit die EU ihre Plattformregeln gegenüber US-Konzernen durchsetzen kann, wenn die US-Regierung selbst interveniert12.