Samstag, 26. September 2026 · 13:57 Uhr
Klimafolgen bleiben laut Studie auch nach Abkühlung lange bestehen
Eine Modellstudie zeigt, dass Ozeane und Permafrost auch nach einem Rückgang der globalen Temperatur lange verändert bleiben können [1].
Forscher der Concordia University haben untersucht, wie sich ein vorübergehendes Überschreiten von 1,5 oder 2 Grad Erwärmung auf das Klimasystem auswirkt, selbst wenn die globale Temperatur später wieder sinkt1. Dabei zeigte sich, dass träge Systeme wie Ozeane und Permafrost deutlich langsamer reagieren als die globale Durchschnittstemperatur und sich nach einer Abkühlung kaum erholen1.
Das Team verglich anhand eines Erdsystemmodells 42 Szenarienpaare, in denen ein Pfad die Temperatur zeitweise stärker ansteigen ließ, bevor sie bis 2100 wieder das Niveau eines Referenzpfads erreichte1. Zur Auswertung nutzten die Forscher sogenannte Gradjahre, die Dauer und Höhe der zusätzlichen Erwärmung gemeinsam erfassen1.
Bei besonders trägen Klimagrößen ergab sich ein enger linearer Zusammenhang zwischen den Gradjahren und den verbleibenden Veränderungen nach der Rückkehr zur gleichen globalen Temperatur1. Für mehrere Ozean- und Permafrostwerte erklärten die Gradjahre rund 90 Prozent der Unterschiede zwischen den untersuchten Szenarien1.