Samstag, 26. September 2026 · 13:57 Uhr
USA und China schaffen direkten Kommunikationskanal für KI-Notfälle
Washington und Peking richten einen direkten Draht ein, um sich bei KI-Sicherheitsvorfällen künftig unmittelbar abzustimmen.
Die USA und China haben einen speziellen Kommunikationskanal eingerichtet, über den sich beide Regierungen bei sicherheitsrelevanten Vorfällen mit Künstlicher Intelligenz direkt austauschen können12. Der Mechanismus wird von Beobachtern mit dem historischen „roten Telefon“ aus der Zeit des Kalten Krieges verglichen, das damals eine direkte Verbindung zwischen den beiden Supermächten sicherstellte2. Initiiert wurde die Idee unter anderem von UN-Generalsekretär António Guterres, der eine solche Verständigung zwischen den führenden KI-Nationen gefordert hatte1.
Die Einrichtung des Kanals fällt zeitlich mit einer Reihe öffentlich gewordener KI-Zwischenfälle zusammen, was die Dringlichkeit einer besseren internationalen Abstimmung unterstreicht1. Neben den USA und China wird auch über weitere Vorschläge zur globalen KI-Regulierung diskutiert, etwa von deutscher Regierungsseite2. Details zur konkreten Ausgestaltung des Kanals, etwa welche Vorfälle meldepflichtig sind, bleiben bislang offen.
Die Maßnahme zeigt, dass die geopolitische Bedeutung von KI-Sicherheitsvorfällen inzwischen auf höchster politischer Ebene angekommen ist, auch wenn die praktische Wirksamkeit eines solchen Kanals noch unklar ist.