Stand: Mo 28.09. · 06:30
Automotive

Sonntag, 27. September 2026 · 17:00 Uhr

Familie verklagt Tesla nach angeblich unkontrolliertem Beschleunigen

Eine Familie aus Washington wirft Tesla vor, ihr Model X sei ohne Fahrereingriff durch eine rote Ampel beschleunigt und habe Verletzungen verursacht.

Eine Fa­mi­lie aus Kir­k­land im US-Bun­dess­taat Wa­shing­ton hat Tesla ver­klagt, nach­dem ihr Model X im Juni 2023 an­geb­lich ohne Zutun des Fah­rers an einer roten Ampel be­schleu­nigt sein soll1. Laut Klage konn­te Fah­rer Linh Nguy­en das Fahr­zeug weder stop­pen noch kon­trol­lie­ren, bevor es einen Bord­stein traf1. So­wohl er als auch seine da­mals 14-jäh­ri­ge Toch­ter er­lit­ten dabei Ver­let­zun­gen1.

Die Klage rich­tet sich gegen das Au­to­pi­lot-Sys­tem, das laut Vor­wurf das Fahr­zeug nicht an­ge­hal­ten habe, un­kon­trol­liert be­schleu­nigt sei und Nguy­en daran ge­hin­dert habe, durch Brem­sen oder Len­ken wie­der die Kon­trol­le zu über­neh­men1. Un­klar bleibt al­ler­dings, wel­ches Sys­tem genau ge­meint ist: Nguy­en gibt an, rund 15.000 Dol­lar extra für die Tech­no­lo­gie be­zahlt zu haben – ein Be­trag, der laut Tesla ei­gent­lich für das Full-Self-Dri­ving-Paket ver­langt wird, nicht für Au­to­pi­lot1.

Der Fall reiht sich in eine Serie ähn­li­cher Vor­wür­fe ein. Die US-Ver­kehrs­si­cher­heits­be­hör­de NHTSA hatte frü­he­re Be­schwer­den über un­be­ab­sich­tig­te Be­schleu­ni­gung bei Tesla-Fahr­zeu­gen häu­fig auf Fehl­be­die­nung des Pe­dals zu­rück­ge­führt1. Nach einem töd­li­chen Un­fall mit einem Model X im Jahr 2018 kam die NTSB zudem zu dem Schluss, dass der Au­to­pi­lot das Fahr­zeug in einen Grün­strei­fen ge­lenkt hatte, wobei auch dem Fah­rer eine Mit­schuld zu­ge­schrie­ben wurde1. Ob im ak­tu­el­len Fall die Fahr­zeug­da­ten die Vor­wür­fe stüt­zen oder wi­der­le­gen, ist noch offen1.