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Weltgeschehen

Sonntag, 27. September 2026 · 21:47 Uhr

Papst Leo XIV. besucht Frankreich und mahnt zur Aufarbeitung von Missbrauch

Bei seinem Frankreich-Besuch wird Papst Leo XIV. gefeiert, mahnt zugleich aber eindringlich zur Aufarbeitung des Missbrauchsskandals.

Papst Leo XIV. hat bei sei­nem Be­such in Lour­des die Kir­che zur Buße wegen des Miss­brauchss­kan­dals auf­ge­ru­fen und von einer schmerz­haf­ten Wunde ge­spro­chen12. Op­fer­ver­bän­de for­dern nun kon­kre­te Ge­sprä­che über Ent­schä­di­gun­gen1. Zuvor war der Papst in Paris fre­ne­tisch ge­fei­ert wor­den, Be­ob­ach­ter spre­chen von einer neuen „Ge­ne­ra­ti­on Leo“35.

In Frank­reich, das lange als re­li­gi­ös di­stan­ziert galt, ver­sam­mel­ten sich Hun­dert­tau­sen­de zu den Auf­trit­ten des Paps­tes, etwa im Stade de Fran­ce und auf den Champs-Élysées34. Der Zu­strom wird als über­wäl­ti­gend be­schrie­ben, viele set­zen Hoff­nun­gen auf eine re­li­gi­öse und ge­sell­schaft­li­che Er­neu­e­rung5.

Po­li­tisch sorg­te der Be­such für Kon­tro­ver­sen: Prä­si­dent Ma­cron muss­te sich Kri­tik ge­fal­len las­sen, wäh­rend die rech­te Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­tin Ma­ri­ne Le Pen dem Papst zu­ju­bel­te4. Damit wurde der Kir­chen­be­such auch zur Bühne in­nen­po­li­ti­scher Aus­ein­an­der­set­zun­gen.