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Technik

Montag, 28. September 2026 · 20:15 Uhr

EU-Rat treibt Pläne für Chatkontrolle vor entscheidendem Trilog voran

Geleakte Dokumente deuten darauf hin, dass der EU-Rat über sogenannte Suchpläne doch noch anlasslose Scans privater Nachrichten ermöglichen will.

Vor dem als ent­schei­dend gel­ten­den Tri­log zur EU-Ver­ord­nung gegen se­xu­el­len Kin­des­miss­brauch sind Do­ku­men­te auf­ge­taucht, die neue Pläne des EU-Rats of­fen­ba­ren12. Dem­nach sol­len so­ge­nann­te Such­plä­ne ein­ge­führt wer­den, mit denen pri­va­te Kom­mu­ni­ka­ti­on durch­sucht wer­den könn­te1. Bür­ger­recht­ler Pa­trick Brey­er warnt, dass die­ser Rats­kom­pro­miss fak­tisch Scans pri­va­ter Chats er­lau­ben würde1.

Nach den ge­le­ak­ten Un­ter­la­gen soll die Durch­set­zung sol­cher Such­plä­ne über reine Ver­wal­tungs­ent­schei­dun­gen er­fol­gen, nicht über eine ge­richt­li­che oder un­ab­hän­gi­ge Kon­trol­le2. Kri­ti­ker spre­chen des­halb von einem Weg in Rich­tung an­lass­lo­ser Mas­sen­über­wa­chung pri­va­ter Nach­rich­ten2. Das Eu­ro­pä­i­sche Pa­r­la­ment ver­tritt da­ge­gen eine an­de­re Po­si­ti­on und be­vor­zugt ge­ziel­te, ein­zel­fall­be­zo­ge­ne An­ord­nun­gen statt flä­chen­de­cken­der Scans1.

Damit ste­hen sich Rat und Pa­r­la­ment vor dem ent­schei­den­den Tri­log mit un­ter­schied­li­chen An­sät­zen ge­gen­über, was den Aus­gang der Ver­hand­lun­gen offen lässt12.