Stand: Di 29.09. · 06:31
Sport

Montag, 28. September 2026 · 17:55 Uhr

Nations-League-Duell Irland gegen Israel von Protest überschattet

Irische Spieler verweigerten bei ihrem Nations-League-Sieg gegen Israel Handschlag und Blickkontakt zur Hymne aus Protest gegen den Gaza-Krieg.

Vor dem Spiel gegen Is­ra­el ver­zich­te­ten die iri­schen Spie­ler auf den üb­li­chen Hand­schlag und den Aus­tausch von Wim­peln, wäh­rend der Hymne senk­ten sie den Blick3. Zuvor hatte sogar ein mög­li­cher Boy­kott der Par­tie im Raum ge­stan­den, der is­ra­e­li­sche Au­ßen­mi­nis­ter re­a­gier­te em­pört auf die Ges­ten3. Is­ra­els Ka­pi­tän Manor So­lo­mon äu­ßer­te sich im An­schluss deut­lich ver­är­gert und er­klär­te, sein Land sei 'zehn­mal bes­ser' als Ir­land, zudem be­ste­he ge­gen­sei­ti­ge Ab­nei­gung zwi­schen bei­den Na­ti­o­nen1.

Sport­lich ging die Par­tie bei prak­tisch lee­rer Ku­lis­se klar an Ir­land, das 3:0 ge­wann2. Ein Kom­men­tar der FAZ ord­ne­te das Spiel als bloße Rand­no­tiz einer von Boy­kott­de­bat­ten und ideo­lo­gi­schen Po­si­tio­nie­run­gen do­mi­nier­ten Aus­ein­an­der­set­zung ein2. Damit rück­te das sport­li­che Er­geb­nis im öf­fent­li­chen Dis­kurs deut­lich in den Hin­ter­grund ge­gen­über den po­li­ti­schen Re­ak­ti­o­nen23.