Montag, 28. September 2026 · 21:54 Uhr
Papst Leo XIV. wirbt in Frankreich für Europas Werte
Bei seiner Frankreich-Reise hat Papst Leo XIV. Europa zu Völkerrecht, Dialog und Zurückhaltung bei Aufrüstung aufgerufen.
Papst Leo XIV. hat zum Abschluss seiner Frankreich-Reise in Metz eine viel beachtete Rede gehalten und Europa aufgerufen, am Völkerrecht, am Dialog und am Multilateralismus festzuhalten3. Beobachter werten Teile der Rede als indirekte Kritik an US-Präsident Trump3.
Der Papst warnte zudem vor der „Illusion der Wiederaufrüstung“ und beklagte eine zunehmend „barbarische“ Entwicklung der internationalen Beziehungen, wobei er Europa ermutigte, weiterhin ein Gegengewicht dazu zu bilden4. Damit positioniert er sich klar gegen Kräfte, die Europa abschotten oder auf rein christliche Wurzeln reduzieren wollen2.
Anders als sein Vorgänger Franziskus, der Europa einst mit einer unfruchtbaren Großmutter verglich, zeigt Leo XIV. mit seiner Reise ein deutliches Bekenntnis zum Kontinent1. Seine Rede wird als bewusster Kontrast zur distanzierteren Haltung seines Vorgängers gegenüber Europa gedeutet12.