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Weltgeschehen

Montag, 28. September 2026 · 01:13 Uhr

Serbiens Präsident Vučić tritt zurück und strebt Premieramt an

Ein halbes Jahr vor Mandatsende gibt Aleksandar Vučić das Präsidentenamt auf, um nach Neuwahlen Ministerpräsident zu werden.

Aleksan­dar Vučić ist als ser­bi­scher Prä­si­dent zu­rück­ge­tre­ten und hat sein Amt an eine po­li­ti­sche Mit­strei­te­rin über­ge­ben4. Der Schritt er­folgt ein hal­b­es Jahr vor dem re­gu­lä­ren Ende sei­nes Man­dats12. Vučić will künf­tig als Re­gie­rungs­chef wei­ter­re­gie­ren und strebt die­ses Amt bei den an­ste­hen­den Pa­r­la­ments­wah­len an23.

Vor­aus­ge­gan­gen waren mo­na­te­lan­ge Mas­sen­pro­tes­te gegen seine teils au­to­kra­tisch ge­führ­te Re­gie­rung, be­glei­tet von Kor­rup­ti­ons­vor­wür­fen15. Be­ob­ach­ter wer­ten den Rück­tritt daher we­ni­ger als Rü­ck­zug denn als tak­ti­schen Schach­zug zur Macht­si­che­rung3. Die BBC be­schreibt Vučićs Re­gie­rungs­zeit als von an­hal­ten­den Pro­tes­ten über­schat­tet5.

Der Wech­sel vom Prä­si­di­al- ins Re­gie­rungs­amt würde Vučić trotz for­ma­len Rück­tritts wei­ter­hin zen­tra­le po­li­ti­sche Macht si­chern. Kri­ti­ker sehen darin einen Ver­such, dem wach­sen­den öf­fent­li­chen Druck durch einen Amts­wech­sel aus­zu­wei­chen, ohne die ei­gent­li­che Kon­trol­le ab­zu­ge­ben34.