Montag, 28. September 2026 · 22:00 Uhr
Trump-Regierung senkt Spritverbrauchsvorgaben für Neuwagen deutlich
Die US-Regierung lockert die Flottenverbrauchsvorgaben von 50,4 auf 34,9 Meilen pro Gallone, während die Spritpreise gleichzeitig stark steigen.
Die Trump-Administration hat bestätigt, dass die von der Biden-Regierung festgelegten strengen Verbrauchsvorgaben für Neuwagen deutlich abgeschwächt werden1. Laut Verkehrsministerium und NHTSA müssen Autohersteller bis Modelljahr 2031 nur noch einen Flottendurchschnitt von 34,9 Meilen pro Gallone erreichen, statt der zuvor vorgesehenen 50,4 mpg1. Verkehrsminister Sean Duffy bezeichnete die alte Regelung als illegales Mandat zugunsten teurer Elektrofahrzeuge, obwohl es ein solches Mandat nie offiziell gegeben hat1.
Die Regierung argumentiert, die Lockerung mache Neuwagen günstiger, und beziffert die mögliche Ersparnis auf bis zu 1.300 Dollar pro Fahrzeug sowie insgesamt 138 Milliarden Dollar über fünf Jahre1. Kritisch angemerkt wird jedoch, dass diese Rechnung wenig Sinn ergibt, während die Benzinpreise binnen sieben Monaten um über 50 Prozent gestiegen sind und nun bei fast 4,50 Dollar pro Gallone liegen1. Autohersteller wie General Motors, Ford und Stellantis begrüßten den Schritt über den Branchenverband Alliance for Automotive Innovation als bessere Anpassung an die Marktrealität1.
Gleichzeitig wird es für Hersteller künftig schwieriger, Crossover und SUVs als leichte Nutzfahrzeuge einzustufen, um von lockereren Verbrauchsgrenzen zu profitieren1. Zudem untersagt die NHTSA den Handel mit CAFE-Kreditpunkten, mit dem bislang etwa Tesla Einnahmen durch den Verkauf an Verbrenner-Hersteller erzielte1.