Montag, 28. September 2026 · 23:00 Uhr
VW droht laut Bericht Rückruf von fast vier Millionen Fahrzeugen
Ein fehleranfälliger Lenkgetriebe-Bolzen könnte den Volkswagen-Konzern zu einem der größten Rückrufe seit dem Dieselskandal zwingen.
Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hatte bereits einen Rückruf für den VW Atlas, Tiguan und Audi Q3 wegen eines möglicherweise brechenden Lenkgetriebe-Bolzens angeordnet, der zu einem kompletten Lenkungsverlust führen kann1. Betroffen sind demnach rund 208.274 Fahrzeuge in den USA1. Laut einem Bericht der deutschen Zeitung Handelsblatt könnte das Problem jedoch weltweit fast vier Millionen Fahrzeuge betreffen1.
Zu den mutmaßlich betroffenen Modellen zählen laut Daten des deutschen Kraftfahrt-Bundesamts unter anderem VW Golf, Golf Variant, Tiguan, Touran und Caddy sowie beim Audi ausschließlich der Q31. Bei Seat sollen die Modelle Ateca und Tarraco betroffen sein, die zwischen April 2016 und September 2024 gebaut wurden1. Insgesamt geht es um rund zwei Millionen VW-Fahrzeuge, mehr als eine Million Skoda, etwa 700.000 Audi und 200.000 Seat-Modelle1.
Ursache des Problems ist ein rechter Lenkgetriebe-Befestigungsbolzen, der besonders anfällig für Feuchtigkeit und Korrosion sein soll, vor allem in Ländern mit winterlichem Streusalzeinsatz1. Anders als beim Dieselskandal müsste Volkswagen die Fahrzeuge diesmal jedoch nicht zurückkaufen oder reparieren im großen Stil, sondern lediglich den Bolzen gegen eine korrosionsbeständigere Variante austauschen1.