Stand: Di 29.09. · 06:31
Automotive

Montag, 28. September 2026 · 23:00 Uhr

VW droht laut Bericht Rückruf von fast vier Millionen Fahrzeugen

Ein fehleranfälliger Lenkgetriebe-Bolzen könnte den Volkswagen-Konzern zu einem der größten Rückrufe seit dem Dieselskandal zwingen.

Die US-Ver­kehrs­si­cher­heits­be­hör­de NHTSA hatte be­reits einen Rü­ck­ruf für den VW Atlas, Ti­gu­an und Audi Q3 wegen eines mög­li­cher­wei­se bre­chen­den Lenk­ge­trie­be-Bol­zens an­ge­ord­net, der zu einem kom­plet­ten Len­kungs­ver­lust füh­ren kann1. Be­trof­fen sind dem­nach rund 208.274 Fahr­zeu­ge in den USA1. Laut einem Be­richt der deut­schen Zei­tung Han­dels­blatt könn­te das Pro­blem je­doch welt­weit fast vier Mil­li­o­nen Fahr­zeu­ge be­tref­fen1.

Zu den mut­maß­lich be­trof­fe­nen Mo­del­len zäh­len laut Daten des deut­schen Kraft­fahrt-Bun­des­amts unter an­de­rem VW Golf, Golf Va­ri­a­nt, Ti­gu­an, Tou­ran und Caddy sowie beim Audi aus­schließ­lich der Q31. Bei Seat sol­len die Mo­del­le Ateca und Tar­ra­co be­trof­fen sein, die zwi­schen April 2016 und Sep­tem­ber 2024 ge­baut wur­den1. Ins­ge­samt geht es um rund zwei Mil­li­o­nen VW-Fahr­zeu­ge, mehr als eine Mil­li­on Skoda, etwa 700.000 Audi und 200.000 Seat-Mo­del­le1.

Ur­sa­che des Pro­blems ist ein rech­ter Lenk­ge­trie­be-Be­fes­ti­gungs­bol­zen, der be­son­ders an­fäl­lig für Feuch­tig­keit und Kor­ro­si­on sein soll, vor allem in Län­dern mit win­ter­li­chem Streu­sa­lzein­satz1. An­ders als beim Die­sels­kan­dal müss­te Volks­wa­gen die Fahr­zeu­ge dies­mal je­doch nicht zu­rück­kau­fen oder re­pa­rie­ren im gro­ßen Stil, son­dern le­dig­lich den Bol­zen gegen eine kor­ro­si­ons­be­stän­di­ge­re Va­ri­a­n­te aus­tau­schen1.