Stand: Di 29.09. · 06:31
Wissenschaft

Montag, 28. September 2026 · 10:42 Uhr

West-Nil-Virus breitet sich in Europa weiter aus

In Europa sind bereits fast 1600 Menschen mit dem West-Nil-Virus infiziert worden, wobei sich viele Fälle ohne Auslandsreise ereigneten und Italien besonders betroffen ist.

Nach ak­tu­el­len Daten haben sich in Eu­r­o­pa in die­sem Jahr be­reits fast 1600 Men­schen mit dem West-Nil-Virus in­fi­ziert12. Am stärks­ten be­trof­fen ist Ita­li­en, wäh­rend in Deut­sch­land bis­lang vier In­fek­ti­o­nen re­gis­triert wur­den1. Auf­fäl­lig ist, dass viele der Be­trof­fe­nen sich nicht auf Aus­lands­rei­sen an­ge­steckt haben, son­dern lokal im ei­ge­nen Land1.

Der ak­tu­el­le ECDC-Wo­chen­be­richt zeigt zudem, dass die Zahl der in die­sem Jahr re­gis­trier­ten lo­ka­len Fälle be­reits deut­lich höher liegt als in den kom­plet­ten Vor­jah­ren2. Als trei­ben­der Fak­tor für die Aus­brei­tung gel­ten in­va­si­ve Mü­cken­ar­ten, die das Virus zu­neh­mend auch in bis­lang wenig be­trof­fe­nen Re­gi­o­nen über­tra­gen1.

Die Ent­wick­lung deu­tet dar­auf hin, dass sich das West-Nil-Virus in Eu­r­o­pa zu­neh­mend als dau­e­r­haf­tes Ge­sund­heits­ri­si­ko eta­bliert, statt nur ver­ein­zelt auf­zu­tre­ten12. Ge­sund­heits­be­hör­den dürf­ten die Aus­brei­tung der Mü­cken­po­pu­la­ti­o­nen und mög­li­che Ge­gen­maß­nah­men künf­tig ge­nau­er be­ob­ach­ten müs­sen1.