Montag, 28. September 2026 · 10:42 Uhr
West-Nil-Virus breitet sich in Europa weiter aus
In Europa sind bereits fast 1600 Menschen mit dem West-Nil-Virus infiziert worden, wobei sich viele Fälle ohne Auslandsreise ereigneten und Italien besonders betroffen ist.
Nach aktuellen Daten haben sich in Europa in diesem Jahr bereits fast 1600 Menschen mit dem West-Nil-Virus infiziert12. Am stärksten betroffen ist Italien, während in Deutschland bislang vier Infektionen registriert wurden1. Auffällig ist, dass viele der Betroffenen sich nicht auf Auslandsreisen angesteckt haben, sondern lokal im eigenen Land1.
Der aktuelle ECDC-Wochenbericht zeigt zudem, dass die Zahl der in diesem Jahr registrierten lokalen Fälle bereits deutlich höher liegt als in den kompletten Vorjahren2. Als treibender Faktor für die Ausbreitung gelten invasive Mückenarten, die das Virus zunehmend auch in bislang wenig betroffenen Regionen übertragen1.
Die Entwicklung deutet darauf hin, dass sich das West-Nil-Virus in Europa zunehmend als dauerhaftes Gesundheitsrisiko etabliert, statt nur vereinzelt aufzutreten12. Gesundheitsbehörden dürften die Ausbreitung der Mückenpopulationen und mögliche Gegenmaßnahmen künftig genauer beobachten müssen1.